Handelskonzern
Douglas treibt Börsenpläne voran

Douglas tritt bei seinen Börsenplänen auf die Tube: Das Unternehmen könnte Finanzkreisen zufolge schon in der ersten Jahreshälfte 2015 auf den Kurszettel zurückkehren. Dann allerdings als reines Parfümerie-Unternehmen.
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FrankfurtDer Handelskonzern Douglas könnte Finanzkreisen zufolge schon im nächsten Frühjahr wieder auf den Kurszettel zurückkehren - dann als reines Parfümerie-Unternehmen. „Ein Börsengang in der ersten Jahreshälfte 2015 scheint realistisch zu sein“, sagte ein mit den Plänen Vertrauter am Freitag der Nachrichtenagentur Reuters. Die Eigentümer wollten die gute Stimmung bei Anlegern nutzen, die Börsengänge derzeit erleichtert. Darüber hatte zuerst die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ berichtet. Bis dahin sollen alle übrigen Firmenteile verkauft oder anderswo geparkt sein: die größte deutsche Buchhandelskette Thalia, die Damenmodehäuser von Appelrath Cüpper und der Schmuckhändler Christ. Die Wurzel des westfälischen Handelskonzerns, der Süßwarenhändler Hussel, war bereits an den Finanzinvestor Emeram Partners weitergereicht worden.

Der Finanzinvestor Advent hatte Douglas im vergangenen Jahr zusammen mit der Gründerfamilie Kreke von der Börse genommen. Im Parfümeriegeschäft setzt Douglas inzwischen einschließlich der zugekauften französischen Kette Nocibe rund drei Milliarden Euro um.

Allenfalls Christ könnte bei der Rückkehr an die Börse noch Teil von Douglas sein, sagten zwei Insider. Die Investmentbank JP Morgan lotet derzeit aber bereits bei Konkurrenten und Finanzinvestoren das Interesse an Christ aus. In den 200 Christ-Läden sollen im Geschäftsjahr 2013/14 (Ende September) rund 390 Millionen Euro umgesetzt werden. Der operative Gewinn (Ebitda), der dem Verkaufspreis zugrunde liegt, soll 40 Millionen Euro erreichen, wie die Insider sagten. Bis Herbst soll ein Käufer gefunden werden.

Die mitten im Umbau befindliche, vom Umbruch im Buchhandel belastete Thalia soll beim Börsengang auf jeden Fall nicht mehr zu Douglas gehören. Wenn sich das defizitäre Unternehmen mit 915 Millionen Euro Umsatz nicht verkaufen lasse, wollten es Advent und Kreke getrennt von Douglas vorläufig behalten, sagten die Insider. Für Appelrath Cüpper sucht die Investmentbank Lincoln International einen neuen Eigentümer. Advent und JPMorgan wollten sich zu den Informationen nicht äußern.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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