Handelskonzern
Metro packt Modefirma Adler auf den Wühltisch

Der Düsseldorfer Handelskonzern Metro glaubt nicht mehr daran, die seit mehreren Jahren zum Verkauf stehende Modetochter Adler zum vorgesehenen Preis verkaufen zu können. Der Konzern schreibt die angebotene Tochter fast komplett ab.

DÜSSELDORF. Wie der Dax-Konzern am vergangenen Freitag mitteilte, wird man im zweiten Quartal den Wert des Unternehmens in der Bilanz bis auf einen kleinen Erinnerungswert komplett abschreiben. "Das Geschäftsjahr 2008 ist eher schlecht angelaufen", sagte ein Konzernsprecher.

Die schwächelnde Modekette hatte Metro vor zehn Jahren schon einmal verkauft, und zwar an die Divaco. Die Frankfurter Beteiligungsgesellschaft, an der Metro 49 Prozent der Anteile hielt, galt als Sammelbecken für Firmen-Ladenhüter wie Reno, Vobis oder Maxdata. Auch Adler gehörte dazu. Als Metros Anteile an Divaco im Januar 2004 komplett an den Ex-Metro-Vorstand Siegfried Kaske übergingen, kaufte der Düsseldorfer Konzern Adler zurück. Dazu legte er 60 Mill. Euro auf den Tisch und übernahm 280 Mill. Euro an Bankverbindlichkeiten.

Mehr als vier Jahre später stellt sich die Rücknahme als Fehlinvestition heraus. Vom Gesamtaufwand schreibt Metro 312 Mill. Euro ab. Zudem fielen Belastungen aus den Mietverpflichtungen von 63 Mill. Euro an. Ferner muss Metro durch die Abgabe der verlustbringenden 27 Real-Märkte weitere 237 Mill. Euro an Einmalaufwendungen verkraften.

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