Handelskonzern
Otto: Lagerlogistik auf dem Prüfstand

Keine Denkverbote mehr: Der Handelsriese Otto rechnet im gesamten Konzern seine Lagerlostik durch. Ziel: Kosten einsparen. Was dies für die Beschäftigten bedeuten wird, steht noch aus.

HB HAMBURG. Der Handels- und Dienstleistungskonzern Otto stellt seine Lagerlogistik konzernweit auf den Prüfstand. Gegenwärtig würden mehrere Szenarien geprüft und durchgerechnet, um die Servicefähigkeit der Auslieferungs- und Retourenlogistik zu steigern, sagte ein Unternehmenssprecher in Hamburg. In welchem Maße Einsparungen zu erreichen seien oder möglicherweise Arbeitsplätze abgebaut würden, sei aus heutiger Sicht noch nicht zu sagen. Dass der größte Standort Hamburg mit 2 000 Beschäftigten geschlossen werden könnte, gilt bei Otto als unwahrscheinlich.

Es gehe darum, die Logistik fit für die Zukunft zu machen. Mit Entscheidungen sei im Januar zu rechnen. Die Otto Group beschäftigt im Bereich der Lagerlogistik in Europa an 15 Standorten rund 5 500 Mitarbeiter. Die Überprüfung dieses Unternehmensteils sei weniger eine Reaktion auf die Konjunkturflaute als vielmehr eine Maßnahme zur Zukunftssicherung, sagte der Sprecher.

Otto biete die Logistik als Dienstleistung auch außerhalb des Konzerns an, habe aber wegen seiner Kostenstrukturen bislang kaum Kunden gefunden. Die Mitarbeiter werden oft nach den höheren Tarifen des Einzelhandels als zu den niedrigen der Logistikwirtschaft bezahlt. Die verschiedenen Szenarien würden nun im Unternehmen und mit den Betriebsräten beraten. Sie sehen in unterschiedlichen Varianten den Ausbau, die Teilschließung oder die komplette Schließung diverser Standorte vor.

/gi/DP/she

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