Handelskonzern
Würth trotz Krise in Südeuropa optimistisch

Nach wie vor drücken die Probleme in den Krisenländern Südeuropas bei Würth auf die Stimmung. Nun will das Unternehmen die Lage mit „kreativer Sparsamkeit“ verbessern. Zuletzt bedeutete das Stellenstreichungen.
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Schwäbisch Hall/KünzelsauDer Handelskonzern Würth rechnet trotz der anhaltenden Krise in Südeuropa dieses Jahr mit einem leichten Umsatzplus. „Wir erwarten ein Umsatzwachstum im niedrigen einstelligen Bereich und eine angemessene Ergebnisentwicklung“, sagte Vorstandssprecher Robert Friedmann am Dienstag in Schwäbisch Hall. In einzelnen Branchen wie bei den Baumaschinen-Herstellern und in der Elektronik-Branche gehe es wieder aufwärts. In der Autobranche sei die Lage hingegen schwierig.

In Deutschland - Würths wichtigstem Einzelmarkt mit einem Umsatzanteil von etwa der Hälfte - rechnet Friedmann im zweiten Halbjahr mit einer Erholung. Die Probleme in Südeuropa machen dem Handelskonzern aber nach wie vor zu schaffen. Neben Italien und Spanien rechnet Friedmann auch in Frankreich mit Schwierigkeiten. Deshalb kündigte der Würth-Chef vorsorglich „kreative Sparsamkeit“ an. In Spanien und Italien hatte Würth 2012 jeweils 500 Stellen gestrichen. Weltweit sank die Mitarbeiterzahl von Würth um 1,4 Prozent auf 65169.

Im vergangenen Jahr hatte Würth seinen Umsatz um knapp drei Prozent auf 9,98 Milliarden Euro gesteigert. Das Betriebsergebnis war mit einem Plus von 5,1 Prozent auf 415 Millionen Euro hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Der Mittelständler vertreibt vor allem Befestigungs- und Montagematerial für Handwerk und Industrie.

Würth hatte erst vor kurzem verkündet, seine Solaraktivitäten einzustellen. Würth Solar soll zu wesentlichen Teilen an den Agrarhandelskonzern BayWa und voraussichtlich einen zweiten Partner abgegeben werden. Zum Stand der Verhandlungen sagte Friedmann, er sei zuversichtlich, dass bald eine Lösung gefunden werde.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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