Handelsplattform
Ebay wächst langsam

Der Internet-Marktplatz Ebay profitiert von seinen Angeboten für Handelskonzerne und dem Bezahldienst Paypal. Die traditionelle Auktionsplattform bleibt aber wichtig für das Unternehmen.
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San JoseDer Online-Marktplatz Ebay profitiert weiter vom Wachstums seiner Bezahltochter Paypal, mit der Nutzer Internetzahlungen abwickeln können. Das Geschäft mit Dienstleistungen für E-Commerce-Angebote (GSI) stabilisierte sich nach einem Rückschlag im ersten Quartal. Das Transaktionsvolumen über die klassische Ebay-Seite wuchs dagegen von April bis Juni deutlich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf. Doch dort setzen sich immer mehr Verkäufe zum Festpreis durch. Gerade einmal ein Drittel der Umsätze entfallen auf Auktionen, mit denen Ebay bekannt und groß geworden ist.

Beim Umsatz legte Ebay gegenüber dem Vorjahr um 23 Prozent auf 3,4 Milliarden Dollar zu, nicht zuletzt wegen des Zukaufs der Tochter GSI im vergangenen Jahr. Diese betreut etwa Online-Shops von Anbietern wie dem Spielwarenhändler Toys 'R' Us. Gegenüber dem ersten Quartal des laufenden Jahres betrug der Umsatzzuwachs des Gesamtkonzerns aber nur vier Prozent. Der Gewinn betrug unter dem Strich 692 Millionen Dollar nach 570 Millionen Dollar im ersten Quartal.

Ebay profitiert unter anderem von Paypal, dem firmeneigenen Angebot zur Zahlungsabwicklung. Das Unternehmen rechnet sich auch im Zukunftsmarkts mit mobilen Bezahldiensten große Chancen aus. So zählte das Angebot vergangenes Jahr 23 Millionen Kunden, die mit dem Smartphone ihren Online-Einkauf beglichen. Einkäufe über zehn Milliarden Dollar, schätzt Ebay, könnten 2012 mit dem hauseigenen Bezahldienst über Mobilgeräte abgewickelt werden, nach gerade einmal vier Milliarden im vergangenen Jahr.

In Deutschland zählt unter anderem das Mode-Kaufportal Brands4Friends zu Ebay, in den USA etwa die Eintrittskartenseite Stubhub.

Martin Dowideit, Leiter Digitales, Handelsblatt.
Martin Dowideit
Handelsblatt / Leiter Digitales

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