Handelsriese
Ahold will nach Deutschland expandieren

Mit zehn neuen Märkten will der niederländische Handelsriese Ahold in Deutschland Fuß fassen. Der deutsche Lebensmittelhandel gilt als hart umkämpfter Markt. Experte fürchten, dass die Gewinnmarge leiden könnte.
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LondonDer niederländische Einzelhandelsriese Ahold wagt den Sprung in den umkämpften deutschen Markt. Ahold wolle im kommenden Jahr zehn Märkte in Deutschland eröffnen, voraussichtlich in Nordrhein-Westfalen, teilte Ahold am Montag mit. Insgesamt setzt der Konkurrent von Handelsriesen wie Metro oder Wal-Mart auf Expansion: Im Online-Handel will Ahold ebenso wachsen wie in neuen Märkten.

Ahold konzentriert sich derzeit vor allem auf den niederländischen Heimatmarkt und die USA, wo der Konzern rund 60 Prozent seiner Umsätze einfährt. Insgesamt betreibt die Kette weltweit etwa 3000 Geschäfte in zwölf Ländern. Deutschland ist dabei noch ein weißer Fleck auf der Ahold-Landkarte - dies will Konzernchef Dick Boer nun ändern. Die Menschen wollten immer und in jedem Land einkaufen - und Ahold müsse darauf die Antwort bereit halten, kündigte er an. Bis 2016 wolle Ahold auch mit 50 eigenen Märkten in Belgien angreifen. Analysten äußerten die Sorge, dass der kostspielige Investitionskurs die Gewinnmargen bei der Handelskette drücken könnte. Boer will aber gleichzeitig die Kosten senken - und mehr vom Gewinn in Form von Dividenden an die Anteilseigner ausschütten, um dem Kurs der Ahold-Aktien auf die Sprünge zu helfen. Die Anteilsscheine notierten am Montag in einem schwachen Gesamtmarkt nahezu unverändert bei 9,40 Euro. 

Der deutsche Lebensmittelmarkt mit seinen Preiskämpfen gilt als einer der am härtest umkämpften der Welt. Zuletzt hatten auch der US-Weltmarktführer Wal-Mart und die belgische Kette Delhaize erfolglos versucht, in der Bundesrepublik Fuß zu fassen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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