Handelsriese arbeitet an Sparpaket
Karstadt-Quelle ringt um eine Lösung

Die Rettung des angeschlagenen Handelsriesen Karstadt-Quelle ist völlig offen. Die Positionen von Arbeitgeber- und Arbeitnehmer-Vertretern sind noch weit voneinander entfernt.

HB ESSEN. Nach einem mehrstündigen Verhandlungsmarathon trennten sich Unternehmensleitung sowie Vertreter der Gewerkschaft Verdi und des Betriebsrats am späten Abend. Die Verhandlungen sollen am Mittwoch fortgesetzt werden.

„Wir treten in den Schlussspurt der Verhandlungen ein. Ich gehe davon aus, dass wir bis zum Donnerstag ein Ergebnis haben“, sagte Karstadt-Quelle-Sprecher Jörg Howe am Dienstagabend nach dem Ende der Verhandlungen. Die Gespräche seien weiterhin „schwierig, aber konstruktiv“, sagte der Sprecher. „Knackpunkte“ bei den seit Tagen unter Hochdruck geführten Gesprächen seien der von der Gewerkschaft geforderte Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen bei den rund 100 000 Beschäftigten sowie der Erhalt der Standorte, sagte Verdi-Verhandlungsführerein Franziska Wiethold.

Die Gewerkschaft kündigte unterdessen an, die laufenden Gespräche ab Mittwoch mit zahlreichen Protestaktionen begleiten zu wollen. Vom Nachmittag an seien Mahnwachen vor Karstadt-Filialen in Rheinland-Pfalz sowie Flugblattaktionen vor Warenhäusern in Berlin und Hamburg geplant, berichtete Verdi in Berlin. Für den Donnerstag sind weitere Mahnwachen vor Kaufhäusern unter anderem in Hoyerswerda, Görlitz, Erfurt sowie in Herne vorgesehen. Am Sonntag werden dann rund 1000 Karstadt-Quelle-Mitarbeiter zu einer Großveranstaltung der Gewerkschaft in Essen erwartet.

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