Handelsriese
Cordes bleibt vorerst Chef bei Metro und Haniel

So hat sich der Handelskonzern Metro den Start ins neue Geschäftsjahr bestimmt nicht vorgestellt. Der Gewinn ist nämlich ordentlich abgesackt - und die Erwartungen von Analysten wurden enttäuscht.

HB DÜSSELDORF. Nach Anteilen Dritter weitete sich der Nettoverlust im ersten Quartal auf 100 von 15 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum aus, wie Metro am Dienstag mitteilte. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) brach um fast 70 Prozent auf 51 Millionen Euro ein und damit stärker als Analysten erwartet hatten. Belastend wirkten sich auch erste Aufwendungen über 33 Millionen Euro für das Effizienzsteigerungsprogramm des Düsseldorfer Konzerns aus.

Metro setzte von Januar bis März 15,2 Milliarden Euro um, ein Rückgang von 2,5 Prozent binnen Jahresfrist. Ohne die negativen Währungseffekte in Osteuropa wäre der Umsatz um 1,1 Prozent gestiegen, die Verschiebung des Ostergeschäfts in das zweite Quartal und ein fehlender Verkaufstag gegenüber dem Schaltjahr 2008 herausgerechnet um 3,6 Prozent.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern ist bei Metro im ersten Quartal vergleichsweise gering, weil etwa die Warenhäuser in der Regel erst im zweiten Halbjahr Gewinne erzielen.

Umsatzrückgänge schlagen somit überproportional auf den Ertrag durch. Unzufrieden zeigte sich Metro-Chef Eckhard Cordes mit der Entwicklung der Großhandelsmärkte in Deutschland. Ihr Umsatz ging um gut fünf Prozent zurück. Der operative Gewinn sank im ersten Quartal von 70 Millionen auf null Euro. Es bestehe "akuter Bedarf", Cash & Carry Deutschland "konsequent zu restrukturieren". Ein verändertes Geschäftsmodell, das etwa mehr Eigenmarken, niedrigere Preise, mehr Frische-Artikel und einen besonderen Service für Premium-Kunden vorsieht, soll dabei helfen.

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