Handelsriese
Metro prüft Kurzarbeit im Großhandel

Deutschlands führender Handelskonzern Metro prüft in seiner Großhandelssparte die Möglichkeit von Kurzarbeit. "Wir prüfen grundsätzlich, ob das im Handel möglich wäre", sagte ein Sprecher der Metro-Großhandelssparte.

HB DÜSSELDORF. Es gebe aber keinen Beschluss zur Einführung von Kurzarbeit in Großhandelsmärkten der Metro in Deutschland.

Die "WirtschaftsWoche" hatte berichtet, dass Metro die Einführung von Kurzarbeit in zahlreichen Großhandelsmärkten bereits plane. Noch im Frühjahr wolle das Management die Mitarbeiter von zehn bis 15 der insgesamt 61 deutschen Großhandelsmärkte in Kurzarbeit schicken. In der Handelsbranche hatte bislang die Baumarktkette Praktiker mitgeteilt, dass sie Kurzarbeit für einzelne Märkte prüft.

Die Metro-Großhandelsmärkte für Gewerbetreibende tragen den selben Namen wie die Konzernholding, zu der auch die Elektronikketten Media Markt und Saturn, der Lebensmittelhändler Real und die Warenhauskette Kaufhof gehören. Die Großhandelsmärkte eröffnen Jahr für Jahr neue Filialen in Osteuropa und Asien und sind damit ein Wachstumsmotor für den Düsseldorfer Konzern.

Das Großhandelsgeschäft in Deutschland wird allerdings neu aufgestellt. Bereits im Herbst hatte die Holding den Abbau von hunderten Arbeitsplätzen sowie weitere Veränderungen im deutschen Großhandelsgeschäft angekündigt. Die Neuaufstellung sei langfristig angelegt und keine Reaktion auf die Finanzmarktkrise.

Im Geschäftsjahr 2008 stieg der Umsatz der Großhandelssparte im In- und Ausland um insgesamt 4,5 Prozent. Auf gleicher Verkaufsfläche betrug das Umsatzplus der Sparte 1,6 Prozent, wie der Konzern im Januar mit seinen vorläufigen Zahlen mitteilte. Im vierten Quartal 2008 betrug das Umsatzplus allerdings nur 0,9 Prozent.

Auf gleicher Verkaufsfläche (ohne Neueröffnungen) ging der Umsatz im vierten Quartal sogar um 2,4 Prozent zurück. Zum Großhandel in Deutschland erklärte der Konzern, der Umsatz habe 2008 das Vorjahresniveau erreicht. "Dabei entwickelte sich das vierte Quartal leicht schwächer als die ersten neun Monate", hieß es damals in einer Mitteilung.

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