Handelsverband warnt
Flughafen-Desaster schadet Deutschlands Image

Als Effektiv, technisch perfekt und pflichtbewusst gelten die Deutschen im Ausland. Das Debakel um den neuen Berliner Großflughafen bringt dieses Bild gefährlich ins Wanken, warnt der Außenhandelsverband BGA.
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Die immer neuen Verzögerungen bei der Eröffnung des Berliner Großflughafens schaden dem Ansehen Deutschlands in der Welt nach Einschätzung des Außenhandelsverbandes BGA massiv. „Das ist ein Ansehensschaden, der nicht wieder gutzumachen ist", sagte der Vorsitzende des BGA-Verkehrsausschusses Gerhard Riemann am Mittwoch in Berlin.

„Deutschland gilt als innovativ, als zukunftsweisend, als technisch perfekt", schilderte er das Image, wie es ihm von ausländischen Gesprächspartnern immer wieder vermittelt werde. „Das ist der Ruf der Deutschen". Dieses Bild werde durch die Verschiebungen des Eröffnungstermins zerstört.

Konkrete wirtschaftliche Schäden gebe es zudem für viele Unternehmen, nicht zuletzt aus der Logistik- und Verkehrsbranche, die im Vertrauen auf die genannten Eröffnungstermine investiert hätten. „Was passiert eigentlich mit diesen Unternehmen?", fragte Riemann. „Ob das jetzt Fehlinvestitionen sind, das weiß ich noch nicht, vielleicht kommt der Flughafen ja noch", merkte er ironisch an. Auch mit dem Nachtflugverbot am Frankfurter Flughafen schade Deutschland zur Freude ausländischer Konkurrenzflughäfen seiner Wettbewerbsposition.

Die mehrfach verschobene Eröffnung des Berliner Großflughafens zieht sich immer weiter. Aus Kreisen der Flughafengesellschafter hieß es am Dienstag, der zuletzt genannte Termin im März 2013 werde mit großer Sicherheit nicht mehr zu halten sein. Offiziell absagen werde der Aufsichtsrat den Termin aber bei seiner Sitzung am Donnerstag wohl noch nicht.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Handelsverband warnt: Flughafen-Desaster schadet Deutschlands Image"

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  • Warum wird dieses Desaster eigentlich gemacht ?
    Wer profitiert eigentlich davon?

  • Vor allen Dingen schaden Zeitgenossen wie Wowereit und Platzeck Deutschlands Wettbewerbsfähigkeit.

    Das Projekt scheiterte mal ausnahmseise nicht am deutschen Zeitgeist des grünen Defätismus und der German Angst, sondern am Versagen der Aufsichtsrats-Nullnummern Wowi und Platzi, die seit Jahren dabei sind, wissend und wichtigtuerisch dreinschauen aber null Qualifikation für den Job haben.

    Die Kostenexplosion von 1.7 auf 4.2 Mrd und die schleichenden Terminüberschreitungen unter dem Deckmantel der "Brandsicherheit" hätten längst aufsichtsratsseitig moniert werden müssen.

    Diese beiden politischen und ökonomischen Schwachmathen bevorzugten aber das Totschweigen und Aussitzen. Von den hat keiner das Format zum Rücktritt !


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