Hanjin Schiffe von Pleite-Reederei werden entladen

Aufgrund der Pleite der Großreederei Hanjin saßen Waren im Wert von 14 Milliarden Dollar fest. Nun entspannt sich die Krise offenbar – die Schiffe des Konzerns können nun US-Häfen wieder anlaufen und die Fracht löschen.

Aufatmen: Südkoreanische Pleite-Reederei kann Frachter entladen

Seoul/Long BeachNach der Pleite von Hanjin Shipping ist eines der seit Tagen festsitzenden Schiffe der größten südkoreanischen Container-Reederei in den USA entladen worden. Die „Hanjin Greece“ habe den Hafen von Long Beach (Bundesstaat Kalifornien) nach der Entladung bereits wieder verlassen, teilte eine Sprecherin Hanjins am Dienstag in Seoul mit.

Im Tagesverlauf solle dann die „Hanjin Gdynia“ am Terminal anlegen, zwei weitere Schiffe würden folgen. Beobachter werteten dies als erste Zeichen einer Entspannung in der Krise um die festsitzenden Schiffe des Unternehmens.

Ein Konkursgericht in den USA hatte den Südkoreanern in der vergangenen Woche vorläufig Gläubigerschutz gewährt und damit den Weg für die Löschung der Ladungen freigemacht.

Auch in Japan und Großbritannien könnten Schiffe von Hanjin nun anlegen, sagte die Firmensprecherin. Bis zum Sonntag seien noch 93 Schiffe in 26 Ländern außer Betrieb gewesen. Dadurch habe auch Frachtgut im Wert von 14 Milliarden Dollar festgesessen. Unter anderem wurde den Schiffen den Angaben zufolge die Zufahrt zu Häfen aus Sorge verweigert, dass Gebühren nicht bezahlt werden können.

Das sind die größten Reedereien der Welt
Platz 10: Hamburg Süd Group
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Ein Unternehmen mit Tradition: Seit ihrer Gründung 1871 hat sich die Hamburg Süd von einer konventionellen Reederei zu einer international operierenden Transport-Logistik-Organisation entwickelt. Im März 2016 übernahm sie den chilenischen Konkurrenten CCNI. Im März 2017 hat der Oetker-Konzern – zu dem Hamburg Süd gehört – die Reederei an den Konkurrenten Maersk verkauft. Die Flotte der Hamburg Süd umfasst 105 Schiffe, die eine Containerkapazität von insgesamt 564.000 Stück haben.

Quelle: Alphaliner

Platz 9: Mitsui O.S.K. Lines
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Die Japaner sind zurück in der Top Ten. Mit der MOL Triumph hat die Reederei aus Tokio nicht nur das größte Containerschiff der Welt ist der Flotte, sondern konnte auf 79 sagenhafte 569.000 Container transportieren.

Platz 8: Yang Ming Marine Transport Corp.
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Im Jahr 1972 in Taiwan gegründet, besitzt Yang Ming eigene und in Kooperation betriebene Containerterminals in den USA, Belgien, den Niederlanden sowie in Taiwan. Die Schiffsflotte besteht aus 95 Schiffen und umfasst eine maximale Kapazität von 580.000 Containern. Doch die Reederei leidet unter der schwächelnden Konjunktur in China. Eine Großallianz, die 2017 mit der deutschen Hapag-Lloyd und vier weiteren asiatischen Reedereien startet, soll helfen.

Platz 7: OOCL
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Die Orient Overseas Container Line wurde 1947 in Shanghai durch den Unternehmer Tung Chao Yung gegründet. Auf der Flucht vor den Kommunisten siedelte Tung mit seinem 1949 nach Hongkong um. Zuletzt machte die asiatische Reederei den größten Sprung. Rund 672.000 Container kann das Unternehmen auf 98 Schiffen unterbringen. Von 1979 bis 1989 stand mit dem Öltanker Seawise Giant das bis heute größte jemals (nicht an einem Stück) gebaute Schiff im Dienst der Flotte.

Platz 6: Evergreen Line
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Die Reederei Evergreen stammt aus Taiwan. Mit ihren 194 Schiffen bedient das Unternehmen Linien in Osteuropa, nach Europa und zur US-Westküste und kann insgesamt 1,07 Millionen Standardcontainer unterbringen.

Platz 5: Hapag-Lloyd
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Mit 1,5 Millionen Containern hat aufgeholt: Unter dem Druck der schweren Schifffahrtskrise schloss sich die Reederei Hapag-Lloyd mit der arabischen Reederei United Arab Shipping Company (UASC) zusammen. Damit kommt die hamburgische Reederei, auf eine Flotte von 212 Schiffen. Zudem hat die neue Allianz mit den asiatischen Reedereien den Hamburgern eine gute Position auf den Weltmeeren verschafft.

Platz 4: Cosco Container Lines
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Die China Ocean Shipping Company wurde in Europa bekannt, weil die Reederei in der Finanzkrise 50 Prozent der Anteile am Hafen in Piräus übernommen hat. In der Containerschifffahrt haben die Chinesen ihr weltweites Netz sukzessive ausgebaut. 1,82 Millionen Container kann das Unternehmen unterbringen. Die Flotte umfasst aktuell 331 Schiffe.

Das mit umgerechnet fast fünf Milliarden Euro verschuldete Unternehmen – die weltweit siebtgrößte Linienreederei – hatte Ende August einen Insolvenzantrag gestellt. Überkapazitäten haben die gesamte Branche in Schwierigkeiten gebracht.

  • dpa
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