Hapag-Lloyd

Containerreederei fährt wieder Gewinn ein

Der Börsengang von Hapag-Lloyd war holprig. Und auch die Zahlen des dritten Quartals geben der jungen Aktie des Schifffahrtskonzerns noch keinen Schub. Hilfe erhält das Unternehmen aus Südamerika.
Update: 11.11.2015 - 13:02 Uhr
Die Container-Reederei Hapag-Lloyd ist ein Neuling an der Börse. Quelle: dpa
Hapag-Lloyd

Die Container-Reederei Hapag-Lloyd ist ein Neuling an der Börse.

(Foto: dpa)

HamburgDie Containerreederei Hapag-Lloyd hat nach ihrem Börsengang den Finanzmärkten erneut Gewinne präsentiert. In den ersten neun Monaten 2015 verbuchte das Hamburger Unternehmen ein operatives Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) von 348,6 Millionen Euro. Im Vorjahreszeitraum war noch ein Verlust von 77,9 Millionen Euro aufgelaufen. Nach den am Mittwoch veröffentlichten Zahlen blieb unterm Strich ein Nettogewinn von 160,4 Millionen Euro – nach einem Minus von 224,0 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Transportiert wurden 5,6 Millionen Standardcontainer (TEU), ein Zuwachs von 28,3 Prozent.

Die Verbesserungen auch beim Umsatz, der um 1,9 Milliarden Euro auf 6,8 Milliarden Euro stieg, führte das Unternehmen auf den Zusammenschluss mit dem Containerschifffahrtsgeschäft der chilenischen CSAV im Dezember 2014 zurück. „Das dritte Quartal hat einmal mehr gezeigt, dass der Zusammenschluss mit CSAV der richtige Schritt war und unsere Kosteneinsparmaßnahmen uns wettbewerbsfähig machen“, teilte Vorstandschef Rolf Habben Jansen mit.

Die Frachtraten - der Preis für den Containertransport - lagen von Januar bis September den Angaben zufolge mit 1260 US-Dollar (1174 Euro) je TEU rund 12 Prozent unter dem Vorjahreswert. Gleichzeitig reduzierte das Unternehmen seine Transportaufwendungen um 240 US-Dollar auf 1111 US-Dollar je TEU, was mit niedrigeren Treibstoffpreisen, einem geringeren Kraftstoffverbrauch und Synergieeffekten begründet wurde.

Das sind die Giganten der Meere
Containerschiff "MOL Triumph" im Hamburger Hafen
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Das Containerschiff „MOL Triumph“ legte am Abend (15. Mai 2017) in Hamburg am Terminal Burchardkai an. Mehr als 20.000 Standardcontainer (TEU) kann der Gigant laden, doch die vergleichsweise flache Elbe ließ nur eine Fahrt mit gut der Hälfte der maximalen Kapazität zu.

„MOL Triumph“ auf dem Weg zum Hamburger Hafen
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Mit 400 Metern Länge gehört die „MOL Triumph“ zu den größten Schiffen weltweit, wie der weitere Überblick zeigt.

Die „Cosco Shipping Panama“ fährt in den Panamakanal ein
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Das chinesische Containerschiff „Cosco Shipping Panama“ befuhr im Juni 2016 als erstes Schiff den ausgebauten Panamakanal. Neun Jahre nach Beginn des Ausbaus wurde die Wasserstraße damit offiziell für Schiffe der sogenannten Postpanamax-Klasse freigegeben. War es bis dahin nur Schiffen mit einer Ladekapazität von bis 4400 Containern möglich, den Kanal zu benutzen, so können mittlerweile Großschiffe mit bis zu 14.000 Containern die Wasserstraße befahren.

COSCO Shipping Panama
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Mit einer Länge von 300 Metern und fast 50 Meter Breite zählt die COSCO Shipping Panama sicher zu den Giganten der Meere.

Containerschiff „MSC Zoe“
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Die MSC Zoe beim Einlaufen in den Hamburger Hafen im August 2015. Sie ist mit 395 Metern Länge und 59 Metern Breite zwar knapp nicht das größte Containerschiff der Welt, was die Abmessungen betrifft. Ihre 19.224 Standardcontainer (TEU) bedeuten zu Zeitpunkt ihrer Indienststellung aber Weltrekord in Sachen Transportkapazität. Der Frachter wurde auf der de Daewoo-Werft in Südkorea für die Reederei MSC (Mediterranean Shipping Company) gebaut.

UASC Barzan
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In Sachen Abmessungen spielen die Containerschiffe der UASC A18 in der Champions League. 400 Meter lang und fast 60 Meter breit sind die Giganten der in Kuwait ansässigen Reederei United Arab Shipping Company. Die maximale Ladung liegt bei 18.800 TEU. (Foto: Frank Schwichtenberg/Schwicht de Burgh Photography; CC BY 3.0)

P&O Nedlloyd Tasman
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Als die "P&O Nedlloyd Tasman" im Jahr 2000 die Werft in Warnemünde verließ, war sie das größte jemals in Deutschland gebaute Containerschiff. Heute liegt das knapp 280 Meter lange Schiff eher im Mittelfeld der Containerriesen, seine Ladekapazität beträgt 5468 TEU. Die Abkürzung TEU (Twenty Feet Equivalent Unit) bezeichnet einen Standardcontainer von 20 Fuß (6,058 Meter) Länge und 8 Fuß (2,438 Meter) Breite.

Die Reederei war am vergangenen Freitag erstmals an der Börse notiert worden, nachdem sie die Angebotsfrist für die Aktien verlängert und den Ausgabepreis auf 20 Euro gesenkt hatte. Am Mittwoch fiel der Kurs kurzzeitig unter diese Marke, erholte sich aber wieder. Mit dem Erlös aus dem Börsengang von rund 300 Millionen Dollar will Hapag-Lloyd neue Schiffe und Container kaufen.

  • dpa
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