Hapag-Lloyd Containerreederei profitiert von Übernahme

Nach der Fusion mit dem Rivalen UASC schreibt Deutschlands größte Containerreederei Hapag-Lloyd operativ schwarze Zahlen. Firmenchef Rolf Habben Jansen macht den Aktionären nun Hoffnung auf eine Dividende.
Update: 29.08.2017 - 11:37 Uhr Kommentieren
Die Hamburger Reederei gehört immer noch zu den Big Five in der Branche weltweit. Quelle: dpa
Hapag-Lloyd

Die Hamburger Reederei gehört immer noch zu den Big Five in der Branche weltweit.

(Foto: dpa)

DüsseldorfDeutschlands größte Containerreederei Hapag-Lloyd profitiert von der Übernahme des arabischen Rivalen UASC und gestiegenen Transportmengen. Die Hamburger schafften so im zweiten Quartal operativ wie auch netto den Sprung in die Gewinnzone, wie der Konzern am Dienstag mitteilte. Im Gesamtjahr strebt Vorstandschef Rolf Habben Jansen gegenüber 2016 eine deutliche Ergebnisverbesserung an und macht den Aktionären Hoffnung auf eine erste Ausschüttung.

„Wenn wir unter dem Strich Ende des Jahres schwarze Zahlen schreiben würden, würden wir uns ernsthaft Gedanken über eine Dividendenzahlung für 2017 machen“, kündigte der Manager im Reuters-Interview an. Hapag Lloyd sei in einer guten Position. „Das Marktumfeld hat sich einigermaßen verbessert, die Kosten haben wir unter Kontrolle.“ Die Frachtraten seien leicht gestiegen.

Nachdem zum Jahresauftakt hohe Treibstoffkosten belasteten, holte Hapag Lloyd im zweiten Quartal auch dank des seit Ende Mai konsolidierten Zukaufs auf. So stieg im ersten Halbjahr das operative Ergebnis (Ebit) auf 87,3 Millionen Euro nach einem Verlust von knapp 40 Millionen vor Jahresfrist. Netto reduzierte sich der Fehlbetrag um knapp 100 Millionen auf 46 Millionen Euro.

Dabei hätten Einmalkosten im Zuge der erstmaligen Einbeziehung von UASC in die Bilanz zu Buche geschlagen. „Wir konnten die Profitabilität deutlich steigern, und die Integration von UASC wird im dritten Quartal weitgehend abgeschlossen sein. Damit können wir schon sehr bald nach der Integration erste Synergien heben“, betonte Habben Jansen.

Das sind die größten Reedereien der Welt
Platz 10: Hamburg Süd Group
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Ein Unternehmen mit Tradition: Seit ihrer Gründung 1871 hat sich die Hamburg Süd von einer konventionellen Reederei zu einer international operierenden Transport-Logistik-Organisation entwickelt. Im März 2016 übernahm sie den chilenischen Konkurrenten CCNI. Im März 2017 hat der Oetker-Konzern – zu dem Hamburg Süd gehört – die Reederei an den Konkurrenten Maersk verkauft. Die Flotte der Hamburg Süd umfasst 105 Schiffe, die eine Containerkapazität von insgesamt 564.000 Stück haben.

Quelle: Alphaliner

Platz 9: Mitsui O.S.K. Lines
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Die Japaner sind zurück in der Top Ten. Mit der MOL Triumph hat die Reederei aus Tokio nicht nur das größte Containerschiff der Welt ist der Flotte, sondern konnte auf 79 sagenhafte 569.000 Container transportieren.

Platz 8: Yang Ming Marine Transport Corp.
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Im Jahr 1972 in Taiwan gegründet, besitzt Yang Ming eigene und in Kooperation betriebene Containerterminals in den USA, Belgien, den Niederlanden sowie in Taiwan. Die Schiffsflotte besteht aus 95 Schiffen und umfasst eine maximale Kapazität von 580.000 Containern. Doch die Reederei leidet unter der schwächelnden Konjunktur in China. Eine Großallianz, die 2017 mit der deutschen Hapag-Lloyd und vier weiteren asiatischen Reedereien startet, soll helfen.

Platz 7: OOCL
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Die Orient Overseas Container Line wurde 1947 in Shanghai durch den Unternehmer Tung Chao Yung gegründet. Auf der Flucht vor den Kommunisten siedelte Tung mit seinem 1949 nach Hongkong um. Zuletzt machte die asiatische Reederei den größten Sprung. Rund 672.000 Container kann das Unternehmen auf 98 Schiffen unterbringen. Von 1979 bis 1989 stand mit dem Öltanker Seawise Giant das bis heute größte jemals (nicht an einem Stück) gebaute Schiff im Dienst der Flotte.

Platz 6: Evergreen Line
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Die Reederei Evergreen stammt aus Taiwan. Mit ihren 194 Schiffen bedient das Unternehmen Linien in Osteuropa, nach Europa und zur US-Westküste und kann insgesamt 1,07 Millionen Standardcontainer unterbringen.

Platz 5: Hapag-Lloyd
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Mit 1,5 Millionen Containern hat aufgeholt: Unter dem Druck der schweren Schifffahrtskrise schloss sich die Reederei Hapag-Lloyd mit der arabischen Reederei United Arab Shipping Company (UASC) zusammen. Damit kommt die hamburgische Reederei, auf eine Flotte von 212 Schiffen. Zudem hat die neue Allianz mit den asiatischen Reedereien den Hamburgern eine gute Position auf den Weltmeeren verschafft.

Platz 4: Cosco Container Lines
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Die China Ocean Shipping Company wurde in Europa bekannt, weil die Reederei in der Finanzkrise 50 Prozent der Anteile am Hafen in Piräus übernommen hat. In der Containerschifffahrt haben die Chinesen ihr weltweites Netz sukzessive ausgebaut. 1,82 Millionen Container kann das Unternehmen unterbringen. Die Flotte umfasst aktuell 331 Schiffe.

Insgesamt erwarte er, dass die Fusion ab 2019 zu jährlichen Einsparungen von rund 360 Millionen Euro führen und ein Großteil dieser Einsparungen bereits im kommenden Jahr realisiert werde.

  • dpa
  • rtr
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