Hapag-Lloyd
Gewinnsprung für Containerriesen

Für Hapag-Lloyd macht sich die Übernahme von UASC wohl stärker bezahlt als erwartet. Allein im dritten Quartal verdreifachte sich der Gewinn. Die Reederei-Krise hat die Branche aber weiterhin nicht hinter sich.
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HamburgFür Deutschlands größte Reederei Hapag-Lloyd zahlt sich die Übernahme des arabischen Rivalen UASC stärker aus als erwartet. Nach kräftigen Zuwächsen im dritten Quartal kündigte Konzernchef Rolf Habben Jansen am Mittwoch an: „Es gibt eine Chance, dass die Synergien aus der Fusion mit UASC höher als die erwarteten 435 Millionen Dollar liegen.“ Im Zeitraum Juli bis September verdreifachten die Hamburger beinahe den operativen Gewinn auf 180,6 Millionen Euro. Das sorgte an der Börse für einen Kurssprung in der Spitze um 14,7 Prozent auf 35,43 Euro.

Bei der Nummer fünf in der Containerschifffahrt machte die Transportmenge durch die Bündelung der Flotten mit United Arab Shipping Company (UASC) nach neun Monaten einen Sprung um 24,4 Prozent auf gut sieben Millionen Standardcontainer. Die Frachtraten kletterten leicht auf 1060 von 1037 Dollar je Container vor Jahresfrist. Der Anstieg wurde dadurch gedämpft, dass die Frachtpreise von UASC niedriger sind als die von Hapag-Lloyd.

„Das gute Ergebnis, das wir nach drei Quartalen erreicht haben, basiert nicht nur auf der positiven Entwicklung der Weltwirtschaft und damit einhergehend steigenden Transportmengen“, erklärte der Manager. „Auch die reibungslose und weit fortgeschrittene Integration von UASC in den Hapag-Lloyd Konzern hat zu dieser Entwicklung beigetragen. So können wir bereits erste Synergien aus dem Merger verzeichnen, was uns dabei hilft, unsere Position in der Branche weiter zu festigen.“

Für den weiteren Verlauf und 2018 äußerte sich der Manager zuversichtlich und bekräftigte seine Jahresziele, wonach der Betriebsgewinn deutlich steigen soll. Im vierten Quartal erwarte er zwar zunächst eine leichte Abschwächung, sagte der Manager in einem auf der Firmen-Internetseite veröffentlichten Interview. Doch ab dem Jahresende werde das chinesische Neujahrsfest, das 2018 Mitte Februar stattfindet, wieder für Rückenwind sorgen.

Die durch Überkapazitäten verursachte Krise der Reedereien hat die Branche jedoch noch nicht hinter sich – die Frachtpreise erholen sich weiter nur langsam. Davon weiß auch der dänische Rivale Maersk ein Lied zu singen. Beim Weltmarktführer waren die Frachtpreise zuletzt weniger stark gestiegen als vorhergesagt. Im Containergeschäft war Maersk deshalb für das Gesamtjahr etwa nicht so optimistisch wie zuvor.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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