Hapag-Lloyd

Hamburger Reederei besiegelt Fusion mit Arabern

Hapag-Lloyd hat nach anfänglichen Verzögerungen den Zusammenschluss mit dem arabischen Konkurrenten UASC unter Dach und Fach gebracht. Zusammen sind die beiden Partner die Nummer fünf unter den weltweiten Containerreedereien.
Update: 24.05.2017 - 17:21 Uhr Kommentieren
Die United Arab Shipping Company (UASC) bringt rund 58 Schiffe in den Konzern ein und erhöht die Flotte auf rund 230 Schiffe sowie eine Transportkapazität von rund 1,6 Millionen Standardcontainer (TEU). Quelle: Reuters
Hapag-Lloyd fusioniert mit UASC

Die United Arab Shipping Company (UASC) bringt rund 58 Schiffe in den Konzern ein und erhöht die Flotte auf rund 230 Schiffe sowie eine Transportkapazität von rund 1,6 Millionen Standardcontainer (TEU).

(Foto: Reuters)

HamburgBei der Reederei Hapag-Lloyd sprechen künftig auch Anteilseigner aus Saudi-Arabien mit. Nach rund eineinhalb Jahren hat das Traditionsunternehmen die Fusion mit der arabischen Reederei UASC unter Dach und Fach gebracht. „Das ist ein wichtiger strategischer Meilenstein und ein großer Schritt nach vorn für Hapag-Lloyd“, sagte Vorstandschef Rolf Habben Jansen am Mittwoch in Hamburg. „Jetzt geht es darum, die Ergebnisse zu verbessern und Schulden abzubauen.“

Durch den Abschluss ist der Weg frei, UASC in den Konzern zu integrieren und angestrebte Einsparungen umzusetzen. Sie sollen ab 2019 jährlich 435 Millionen US-Dollar (400 Mio Euro) bringen, mehr als die Hälfte soll schon 2018 erreicht sein.

Das sind die größten Reedereien der Welt
Platz 10: Hamburg Süd Group
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Ein Unternehmen mit Tradition: Seit ihrer Gründung 1871 hat sich die Hamburg Süd von einer konventionellen Reederei zu einer international operierenden Transport-Logistik-Organisation entwickelt. Im März 2016 übernahm sie den chilenischen Konkurrenten CCNI. Im März 2017 hat der Oetker-Konzern – zu dem Hamburg Süd gehört – die Reederei an den Konkurrenten Maersk verkauft. Die Flotte der Hamburg Süd umfasst 105 Schiffe, die eine Containerkapazität von insgesamt 564.000 Stück haben.

Quelle: Alphaliner

Platz 9: Mitsui O.S.K. Lines
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Die Japaner sind zurück in der Top Ten. Mit der MOL Triumph hat die Reederei aus Tokio nicht nur das größte Containerschiff der Welt ist der Flotte, sondern konnte auf 79 sagenhafte 569.000 Container transportieren.

Platz 8: Yang Ming Marine Transport Corp.
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Im Jahr 1972 in Taiwan gegründet, besitzt Yang Ming eigene und in Kooperation betriebene Containerterminals in den USA, Belgien, den Niederlanden sowie in Taiwan. Die Schiffsflotte besteht aus 95 Schiffen und umfasst eine maximale Kapazität von 580.000 Containern. Doch die Reederei leidet unter der schwächelnden Konjunktur in China. Eine Großallianz, die 2017 mit der deutschen Hapag-Lloyd und vier weiteren asiatischen Reedereien startet, soll helfen.

Platz 7: OOCL
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Die Orient Overseas Container Line wurde 1947 in Shanghai durch den Unternehmer Tung Chao Yung gegründet. Auf der Flucht vor den Kommunisten siedelte Tung mit seinem 1949 nach Hongkong um. Zuletzt machte die asiatische Reederei den größten Sprung. Rund 672.000 Container kann das Unternehmen auf 98 Schiffen unterbringen. Von 1979 bis 1989 stand mit dem Öltanker Seawise Giant das bis heute größte jemals (nicht an einem Stück) gebaute Schiff im Dienst der Flotte.

Platz 6: Evergreen Line
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Die Reederei Evergreen stammt aus Taiwan. Mit ihren 194 Schiffen bedient das Unternehmen Linien in Osteuropa, nach Europa und zur US-Westküste und kann insgesamt 1,07 Millionen Standardcontainer unterbringen.

Platz 5: Hapag-Lloyd
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Mit 1,5 Millionen Containern hat aufgeholt: Unter dem Druck der schweren Schifffahrtskrise schloss sich die Reederei Hapag-Lloyd mit der arabischen Reederei United Arab Shipping Company (UASC) zusammen. Damit kommt die hamburgische Reederei, auf eine Flotte von 212 Schiffen. Zudem hat die neue Allianz mit den asiatischen Reedereien den Hamburgern eine gute Position auf den Weltmeeren verschafft.

Platz 4: Cosco Container Lines
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Die China Ocean Shipping Company wurde in Europa bekannt, weil die Reederei in der Finanzkrise 50 Prozent der Anteile am Hafen in Piräus übernommen hat. In der Containerschifffahrt haben die Chinesen ihr weltweites Netz sukzessive ausgebaut. 1,82 Millionen Container kann das Unternehmen unterbringen. Die Flotte umfasst aktuell 331 Schiffe.

Bei den rund zehn- bis elftausend Mitarbeitern an Land sollen in den kommenden zwei Jahren rund 10 bis 15 Prozent der Arbeitsplätze wegfallen. Er rechne am Stammsitz in Hamburg zwar nicht mit betriebsbedingten Kündigungen, sagte Habben Jansen. Ausschließen wollte er sie aber nicht.

In den nächsten zwei, drei Jahren seien keine großen Schiffsinvestitionen geplant, sagte er. Die United Arab Shipping Company (UASC) bringt aktuell 58 Schiffe in den Konzern ein, die gemeinsame Flotte umfasst nun rund 230 Schiffe und eine Transportkapazität von 1,6 Millionen Standardcontainern (TEU). Mit einem Durchschnittsalter von 7,2 Jahren werde es international die jüngste Flotte sein, sagte Habben Jansen. Er bekommt durch UASC Zugriff auf Containerschiffe mit mehr als 19.000 Boxen an Bord.

Die Reederei hat damit nun Anteilseigner aus Deutschland, Chile, Katar und Saudi-Arabien. Bei Hapag-Lloyd waren die Verluste im ersten Quartal 2017 nochmals um fast ein Fünftel größer ausgefallen als ein Jahr zuvor – sie lagen bei rund 62 Millionen Euro.

Transportmenge und Umsatz jedoch stiegen und hielten die Reederei operativ in den schwarzen Zahlen. „Man sieht langsam Effekte der sich erholenden Frachtraten“, sagte der Vorstandschef zum zweiten Quartal. Die Hamburger wollen ihre Wettbewerbsposition in der krisengeschüttelten Schifffahrtsbranche stärken und mit UASC ihren fünften Platz in der internationalen Top-Liga absichern.

  • dpa
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