Hapag-Lloyd
Hamburgs riskante Investition

Die SPD investierte viel in Deutschlands größte Reederei Hapag-Lloyd und ging damit ein hohes Risiko ein - die Container-Schiffe erzielen in den nächsten Jahren eher Verluste als Gewinne.
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Düsseldorf/HamburgHamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz ist waschechter Sozialdemokrat und steht nicht in Verdacht, ein Fan der Konservativen zu sein. Am Dienstag hat er sich dennoch im Zitatenschatz der einstigen britischen Premierministerin Margaret Thatcher bedient, mit den Worten: „I want my money back.“

Es geht um den ausgeweiteten Anteil der Hansestadt bei Deutschlands größter Container-Reederei Hapag-Lloyd. Erst vor wenigen Tagen hatte Hamburg beschlossen, noch einmal 420 Millionen Euro in das Unternehmen zu stecken, um den Anteil von 23,6 auf 36,9 Prozent zu erhöhen. Inklusive Finanzierung beträgt das Gesamtvolumen des Engagements der Hansestadt jetzt 1,1 Milliarden Euro

Eine Dauerlösung soll das nicht sein, beteuert Scholz, der die Reederei und damit Jobs im Hafen vor einem „globalen Monopoly“ sichern möchte. Bereits 2013 will sich die Stadt von einem Fünf-Prozent-Paket trennen, den Rest „in einem absehbaren Zeitraum“ verkaufen. Gedacht ist an einen Börsengang.

Doch ob Hamburg das Geld tatsächlich wiedersieht, ist fraglich. Wie riskant die Investmentstrategie des SPD–Senats auf Kosten der Steuerzahler wirklich ist, zeigt jetzt eine 60-seitige Marktstudie des Fondshauses Hamburg, die dem Handelsblatt vorliegt.

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