Hapag-Lloyd und UASC: Fusion soll hohe Einsparungen bringen

Hapag-Lloyd und UASC
Containerriese gibt Gewinnwarnung aus und besiegelt Fusion

Fusion soll hohe Einsparungen bringen

Hapag-Lloyd allein kam zuletzt auf rund zehn Milliarden Dollar Umsatz und hat 175 Schiffe mit einer Gesamtkapazität von 955.000 TEU. Größe ist wichtig, weil die Reedereien so ihre Kosten senken können. Sie hoffen, die seit Jahren sinkenden Frachtraten und zuletzt wieder steigenden Treibstoffkosten dadurch wettzumachen.

Durch die Flotte von UASC bekommt Hapag-Lloyd zudem Zugriff auf besonders große Containerschiffe mit einer Kapazität von mehr als 18.000 TEU. Dadurch sparen die Hamburger eigene Investitionen in solche Schiffe. Habben Jansen hob dies als einen wichtigen Vorteil der Fusion hervor. Durch den Zusammenschluss steigt für kleinere Schifffahrtsunternehmen wie Hamburg Süd auf Rang sieben der Branche der Druck, ihrerseits Partner zu finden.

Die Fusion soll in zwei Schritten vollzogen werden: Zunächst werden die bisherigen Mehrheitsgesellschafter von UASC, die Qatar Holding LLC und der Public Investment Fund von Saudi Arabien, mit 14 beziehungsweise zehn Prozent an Hapag-Lloyd beteiligt. Damit bleibt die chilenische CSAV mit 22,6 Prozent zunächst größter Eigner von Hapag-Lloyd gefolgt von der Stadt Hamburg mit rund 14,9 Prozent und dem Logistik-Unternehmer Klaus-Michael Kühne mit rund 14,6 Prozent. Der Anteil des Reisekonzerns TUI sinkt auf 8,9 Prozent. Die kleineren UASC-Anteilseigner werden im Streubesitz geführt, den Hapag-Lloyd mit 14,7 Prozent beziffert.

Im Anschluss soll das Kapital um 400 Millionen Dollar aufgestockt werden. Daran werde sich die Stadt Hamburg voraussichtlich nicht beteiligen, sagte Habben Jansen. Das Geld solle zum Schuldenabbau eingesetzt werden. Durch den Zusammenschluss verdoppeln sich die Verbindlichkeiten fast auf 7,1 Milliarden Dollar. Dem stehen Kostenvorteile und Einsparungen in Höhe von mindestens 400 Millionen Dollar im Jahr gegenüber. Die Aktionäre sollen die Fusion auf einer Hauptversammlung voraussichtlich am 26. August absegnen.

Hapag-Lloyd hatte im Mai bereits eine Allianz mit mehreren asiatischen Konkurrenten angekündigt. Der aus sechs Partnern geschmiedete Bund soll im April kommenden Jahres unter dem Namen „THE Alliance“ an den Start gehen. Nach dem Wechsel der Reederei Hyundai Merchant Marine in den Bund von Markführer Maersk und dem Weltmarktzweiten MSC rückt nun UASC an deren Stelle. Mit zusammen 620 Schiffen und Platz für vier Millionen Standardcontainer deckt „THE Alliance“ nach eigenen Angaben ein Fünftel der weltweiten Flottenkapazitäten ab. Die unter der schwächelnden Konjunktur in China und anderer großer Schwellenländern leidenden Reedereien erhoffen sich von der Partnerschaft, ihren Schiffsraum besser auszulasten. Auch ermöglicht die Kooperation, zusätzliche Routen anzubieten.

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Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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