Hapag-Lloyd und UASC Reederei-Fusion verzögert sich

Die Fusion der Reedereien Hapag-Lloyd und ihres arabischen Rivalen UASC verzögert sich. Beide Unternehmen hätten die Frist für eine Fusion bis zum 31. Mai verlängert. Der Deal sei aber nicht gefährdet.
Update: 17.03.2017 - 14:58 Uhr Kommentieren
Die Fusion mit dem arabischen Rivalen UASC verzögert sich. Quelle: Reuters
Hapag-Lloyd

Die Fusion mit dem arabischen Rivalen UASC verzögert sich.

(Foto: Reuters)

DüsseldorfDer Zusammenschluss von Deutschlands größter Containerreederei Hapag-Lloyd mit dem arabischen Rivalen UASC kommt in Verzug. Beide Seiten verlängerten die Frist für eine Fusion bis zum 31. Mai, teilte Hapag-Lloyd am Freitag mit. Ursprünglich hatten die Reedereien den 31. März angepeilt. Dabei lägen alle behördlichen Genehmigungen bereits vor, hieß es weiter. Der Grund für die Verzögerung liegt an anderer Stelle.

Hapag Lloyd verfüge über die notwendigen Freigaben durch die Banken. Auf Seiten von UASC sei das erst „im Wesentlichen“ der Fall. Die Unternehmen bereiteten die finale Dokumentation für den Zusammenschluss vor. Dies beanspruche mehr Zeit als erwartet. „Die Transaktion selbst ist nicht gefährdet“, unterstrich Hapag-Lloyd.

Hapag-Lloyd und UASC wollen sich zur Nummer fünf unter den weltweiten Containerlinien zusammenschließen. Davon erhoffen sich die Hanseaten unter anderem hohe Einsparungen, um gegen die beinharte Konkurrenz in der Schifffahrtskrise zu bestehen. Die Branche hatte in der Vergangenheit auch unter einem rasanten Verfall der Frachtraten gelitten. Dieser Trend drehte sich aber zuletzt nach der Pleite der südkoreanischen Container-Reederei Hanjin. Auch andere Reedereien hatten mit Zusammenschlüssen auf die Krise reagiert. Unter anderem will sich der Branchenprimus Maersk mit der Oetker-Tochter Hamburg Süd zusammentun.

Die Verzögerung im Fall Hapag-Lloyds kommt indes nicht überraschend. Bereits im Dezember hatten Insider erklärt, der Zeitplan werde wohl nicht eingehalten. Durch die Fusion sollen die Araber mit 28 Prozent zum größten Anteilseigner von Hapag-Lloyd aufrücken. Die Mehrheit von 52 Prozent bleibt in den Händen der Stadt Hamburg, dem Logistikunternehmer Klaus-Michael Kühne und den Eignern der kürzlich übernommenen Containersparte der chilenischen Reederei CSAV.

Das sind die größten Reedereien der Welt
Platz 10: Hamburg Süd Group
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Ein Unternehmen mit Tradition: Seit ihrer Gründung 1871 hat sich die Hamburg Süd von einer konventionellen Reederei zu einer international operierenden Transport-Logistik-Organisation entwickelt. Im März 2016 übernahm sie den chilenischen Konkurrenten CCNI. Im März 2017 hat der Oetker-Konzern – zu dem Hamburg Süd gehört – die Reederei an den Konkurrenten Maersk verkauft. Die Flotte der Hamburg Süd umfasst 105 Schiffe, die eine Containerkapazität von insgesamt 564.000 Stück haben.

Quelle: Alphaliner

Platz 9: Mitsui O.S.K. Lines
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Die Japaner sind zurück in der Top Ten. Mit der MOL Triumph hat die Reederei aus Tokio nicht nur das größte Containerschiff der Welt ist der Flotte, sondern konnte auf 79 sagenhafte 569.000 Container transportieren.

Platz 8: Yang Ming Marine Transport Corp.
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Im Jahr 1972 in Taiwan gegründet, besitzt Yang Ming eigene und in Kooperation betriebene Containerterminals in den USA, Belgien, den Niederlanden sowie in Taiwan. Die Schiffsflotte besteht aus 95 Schiffen und umfasst eine maximale Kapazität von 580.000 Containern. Doch die Reederei leidet unter der schwächelnden Konjunktur in China. Eine Großallianz, die 2017 mit der deutschen Hapag-Lloyd und vier weiteren asiatischen Reedereien startet, soll helfen.

Platz 7: OOCL
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Die Orient Overseas Container Line wurde 1947 in Shanghai durch den Unternehmer Tung Chao Yung gegründet. Auf der Flucht vor den Kommunisten siedelte Tung mit seinem 1949 nach Hongkong um. Zuletzt machte die asiatische Reederei den größten Sprung. Rund 672.000 Container kann das Unternehmen auf 98 Schiffen unterbringen. Von 1979 bis 1989 stand mit dem Öltanker Seawise Giant das bis heute größte jemals (nicht an einem Stück) gebaute Schiff im Dienst der Flotte.

Platz 6: Evergreen Line
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Die Reederei Evergreen stammt aus Taiwan. Mit ihren 194 Schiffen bedient das Unternehmen Linien in Osteuropa, nach Europa und zur US-Westküste und kann insgesamt 1,07 Millionen Standardcontainer unterbringen.

Platz 5: Hapag-Lloyd
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Mit 1,5 Millionen Containern hat aufgeholt: Unter dem Druck der schweren Schifffahrtskrise schloss sich die Reederei Hapag-Lloyd mit der arabischen Reederei United Arab Shipping Company (UASC) zusammen. Damit kommt die hamburgische Reederei, auf eine Flotte von 212 Schiffen. Zudem hat die neue Allianz mit den asiatischen Reedereien den Hamburgern eine gute Position auf den Weltmeeren verschafft.

Platz 4: Cosco Container Lines
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Die China Ocean Shipping Company wurde in Europa bekannt, weil die Reederei in der Finanzkrise 50 Prozent der Anteile am Hafen in Piräus übernommen hat. In der Containerschifffahrt haben die Chinesen ihr weltweites Netz sukzessive ausgebaut. 1,82 Millionen Container kann das Unternehmen unterbringen. Die Flotte umfasst aktuell 331 Schiffe.

  • rtr
  • dpa
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