Harte Einschnitte
United fliegt aus der Pleite

Der US-amerikanische Lufthansa-Partner United Airlines erhält die Zustimmung der Gläubiger für seinen Restrukturierungsplan. Im Februar könnte die Fluggesellschaft den Gläubigerschutz nach Chapter 11 verlassen.

NEW YORK. Der US-amerikanische Lufthansa-Partner United Airlines kann voraussichtlich sein Insolvenzverfahren im Februar abschließen. Am Freitag erhielt der Mutterkonzern UAL Corp. die erforderliche Zustimmung seiner Kreditgeber zu einem Restrukturierungsplan, den nun der zuständige Richter des Konkursgerichts in Chicago am 18. Januar prüfen wird.

Die zweitgrößte US-Fluglinie nach Umsatz steht damit kurz vor dem Ende des seit drei Jahren laufenden Gläubigerschutz-Verfahrens gemäß Kapitel elf des US-Konkursgesetzes. Nach harten Kostensenkungen will United bald in die schwarzen Zahlen kommen. Das Unternehmen aus Elk Grove nahe Chicago im US-Bundesstaat Illinois zählt wie Lufthansa zu den Gründungsmitglieder der weltweiten Fluglinien-Kooperation Star Alliance. Bei einem Scheitern von United hätte die Star Alliance ihren zentralen US-Partner verloren.

Während sich die Lage bei United bessert, stecken die drittgrößte US-Fluggesellschaft Delta Air Lines und die Nummer fünf der Branche, Northwest Airlines, erst am Beginn ihrer Restrukturierung. Beide haben 2005 Gläubigerschutz beantragt und verhandeln derzeit mit ihren Angestellten über Gehaltskürzungen, längere Arbeitszeiten und Stellenstreichungen. US Airways beendete Insolvenzverfahren, indem die Airline ein Übernahmeangebot des kleineren, aber profitablen Billigfliegers America West annahm.

Wegen Überkapazitäten und hoher Treibstoffpreise arbeiten derzeit insgesamt acht US-Gesellschaften unter Gläubigerschutz. Anders als in Deutschland bedeutet das Insolvenzverfahren in den USA jedoch nur selten das endgültige Aus. Stattdessen nutzen US-Firmen dieses Instrument oft zur Restrukturierung und betreiben anschließend ihr Geschäft unter neuer Eigentümerstruktur weiter.

Eng wird es allerdings für den amerikanischen Billigflieger Fly-i, der unter der Marke Independence Air fliegt. Das Unternehmen teilte am Freitag mit, ohne frisches Geld werde man Ende dieser Woche den Betrieb einstellen und alle 2 800 Angestellten bis Ende des Monats entlassen.

Seite 1:

United fliegt aus der Pleite

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%