Harte Konkurrenz auf dem Hotelmarkt
Relais & Châteaux jetzt auch in Berlin

Der Hotelmarkt in der deutschen Hauptstadt ist heiß umkämpft. Jetzt versucht sich der nächste Luxusanbieter in Berlin und übernimmt ein Haus. Die Chancen auf mehr Wettbewerb und sinkende Preise steigen.
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BerlinDie Luxushotelmarke Relais & Châteaux ist in Berlin angekommen. Das „Schlosshotel Grunewald“  in einem der feinsten Villenviertel der Hauptstadt, das in den 90er-Jahren des vorigen Jahrhunderts von Karl Lagerfeld zu einem Fünf-Sterne-Haus umgebaut wurde, ist jetzt in den elitären Kreis von derzeit 520 Häusern weltweit aufgenommen worden. Im Berliner Hotelmarkt ist das Top-Segment mit 24 Häusern extrem besetzt, und ständig tobt der Preiskampf – zur Freude der Gäste.

Das Haus am Rande des Grunewalds ist das 27. deutsche Hotel, das sich mit der stilisierten Lilie des R & C-Logos schmücken darf und die entsprechenden strengen, ständig überprüften Qualitätskriterien erfüllt. „Berlin ist eine der wichtigsten Tourismus-Destinationen weltweit, da dürfen wir nicht fehlen“, erklärte Relais-Präsident Jaume Tàpies. Nachdem ein Luxushotel in der Westberliner Innenstadt vor einigen Jahren aus der Gruppe ausgeschieden war, hatte sich R & C nur bis vor die Tore der Hauptstadt vorgearbeitet: In Potsdam ist der noble Club mit dem Hotel „Bayrisches Haus“ vertreten, einem Chalet im klassischen Alpenstil, das Mitte des vorvorigen Jahrhunderts für den Preußenkönig Friedrich-Wilhelm IV. gebaut worden war.

Für das Schlosshotel, das nach wechselnden internationalen Betreibern heute von der hierzulande weithin unbekannten kleinen spanischen Luxushotelgruppe Alma geführt wird,  kann die Aufnahme in den dicken weißen Katalog von R & C das Ende eines wenig heilsamen Dornröschenschlafs bedeuten. Die feine Villa, die einst Kaiser Wilhelm II.  als Liebesnest gedient haben soll und 2006 Quartier der deutschen Fußballelf während der Weltmeisterschaft war,  ist in den letzten Jahren etwas in Vergessenheit geraten.

Allerdings ist der Markt der Fünf-Sterne-Hotels, von denen es in der Hauptstadt dem jährlichen Branchenreports des Hotelverbandes Deutschland (IHA) zufolge zwei Dutzend Adressen mit über 6.800 Betten gibt, stark umkämpft. Zudem wächst er weiter, und so ordnet sich in die Reihe der Edelhäuser wie das „Adlon“, das „Hotel de Rome“ oder das „Grand Hyatt“ seit Jahresbeginn auch die deutsche Ausgabe des „Waldorf Astoria“ ein, gleich am Bahnhof Zoo. Laut IHA vereint die Hauptstadt zehn Prozent aller Luxushotels in Deutschland auf sich; die Millionenstädte Hamburg und München bringen es nur auf 15 bzw. 13 Spitzenhotels.

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