Hauptkunde Mercedes-Benz für Deal offen
Scholz & Friends will Springer & Jacoby

Auf dem deutschen Werbemarkt bahnt sich eine millionenschwere Übernahme an: Die Berliner Werbeagentur Scholz & Friends will den Hamburger Konkurrenten Springer & Jacoby schlucken. Dies erfuhr das Handelsblatt aus den Verhandlungskreisen. Scholz & Friends verhandele mit der US-Werbeholding Interpublic, die 51 Prozent der Anteile an Springer & Jacoby hält.

HAMBURG. Thomas Heilmann, Vorstandschef von Scholz & Friends, werde möglicherweise schon Anfang dieser Woche ein Übernahmeangebot abgeben, hieß es weiter. Die Entscheidung wolle Heilmann nach einem Treffen mit dem Interpublic-Management am Wochenende fällen.

Die 1979 gegründete Agentur Springer & Jacoby gehört nach einer Studie der Fachzeitschrift „Horizont“ zu den fünf kreativsten Agenturen in Deutschland – ebenso wie Scholz & Friends. Aber Springer & Jacoby steckt derzeit in einer Führungskrise. Die beiden Deutschlandchefs Alexander Schill und Jörg Schultheis hatten Mitte des Jahres ihre Posten räumen müssen. Begründet wurde der überraschende Rückzug damit, dass die Hierarchien in der Agentur gestrafft werden sollten und die Posten der beiden wegfielen. Viele Kunden – darunter die Brauerei Veltins und der Medienkonzern Axel Springer – kehrten der Agentur daraufhin den Rücken.

Auch der wichtigste Auftraggeber, die Daimler-Chrysler-Tochter Mercedes Benz, zeigte sich mit der Situation bei seiner Werbeagentur unzufrieden: Der bei dem Stuttgarter Autobauer für die Markenkommunikation für PKWs zuständige Direktor Justus Schneider drohte, zu einem Konkurrenten zu gehen, wenn die Agentur die Führungskrise nicht bis Ende des Jahres in den Griff kriege.

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