Hauptstadtflughafen BER: Ex-Fraport-Chef soll Pannenairport leiten

Hauptstadtflughafen BER
Ex-Fraport-Chef soll Pannenairport leiten

Der ehemalige Geschäftsführer des Frankfurter Flughafens, Wilhelm Bender, soll laut einem Medienbericht der neue Chef des pannengeplagten Hauptstadtflughafens werden. Die Erwartungen an einen neuen Chef sind hoch.
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Berlin/SchönefeldFür den Hauptstadtflughafen gibt es offenbar einen neuen Chef: Laut einem Medienbericht soll der ehemalige Geschäftsführer des Frankfurter Flughafens, Wilhelm Bender, die Leitung in Berlin übernehmen. Der Aufsichtsrat habe dem 68-Jährigen ein entsprechendes Angebot unterbreitet, berichtet die „Bild“-Zeitung (Donnerstagausgabe). Bender soll sich demnach bis zum Wochenende Bedenkzeit erbeten haben.

Die Flughafengesellschaft wollte zu dem Bericht keine Angaben machen. „Wir äußern uns nicht zu Personalfragen“, sagte Sprecher Ralf Kunkel am Donnerstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur dapd.

Bender würde Rainer Schwarz ablösen, der wegen der mehrfachen Verschiebung des Flughafen-Eröffnungstermins im Januar seinen Hut nehmen musste. Über die Berufung des Nachfolgers entscheidet der Aufsichtsrat. Die nächste Sitzung ist für den 13. Februar geplant.

Bender war von 1993 bis 2009 Vorstandsvorsitzender von Fraport, der Betreibergesellschaft des Frankfurter Flughafens. Mit Großprojekten kennt er sich aus: In seiner Amtszeit entstanden in Frankfurt die neue Landebahn sowie das zweite Terminal. Bender ist zurzeit Aufsichtsratschef beim Fußball-Erstligisten Eintracht Frankfurt und Vorsitzender des Europa-Aufsichtsrats von Bombardier.

„Die Erwartungen an den neuen Flughafen-Geschäftsführer sind nicht gerade gering“, sagte die Berliner Grünen-Fraktionschefin Ramona Pop. Zwar wollte auch sie sich nicht konkret zu der Personalie Bender äußern, aber sie forderte grundsätzlich von einem neuen Flughafen-Verantwortlichen eine „ehrliche“ Bestandsaufnahme mit einem klaren Zeit-, Finanz- und Bauplan. Ihre Partei wolle dem neuen Geschäftsführer dabei keinen Zeitdruck auferlegen. Es sei besser, eine solide Planung zu machen, als ständig neue Termine zu benennen. „Die Zeit der Schmierzettel muss vorbei sein“, sagte Pop.

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