Hauptstadtflughafen BER Kurzzeit-Bauleiter Bretschneider geht schon wieder

Erst vor einem Monat wurde er ernannt, nun verlässt Bauleiter Christoph Bretschneider den BER schon wieder. Er sollte eigentlich Technikchef Jörg Marks ersetzen. Der Beratervertrag wurde nun jedoch aufgehoben.
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Die Arbeit des erst vor einem Monat ernannte Bauleiters Christoph Bretschneider ist beendet. Der Beratervertrag zwischen ihm und der Flughafengesellschaft sei aufgehoben worden. Quelle: dpa
Personalwechsel am BER

Die Arbeit des erst vor einem Monat ernannte Bauleiters Christoph Bretschneider ist beendet. Der Beratervertrag zwischen ihm und der Flughafengesellschaft sei aufgehoben worden.

(Foto: dpa)

SchönefeldEinen Monat nach seiner Benennung ist das Engagement des zwischenzeitlichen Bauleiters Christoph Bretschneider am neuen Hauptstadtflughafen wieder beendet. Man habe den Beratervertrag in beiderseitigem Einvernehmen aufgehoben, teilte die Flughafengesellschaft am Freitag mit. Ex-Flughafenchef Karsten Mühlenfeld hatte im Februar den früheren Bahn-Manager Bretschneider geholt. Er sollte Technikchef Jörg Marks ersetzen, den Mühlenfeld freigestellt hatte, weil die Bauarbeiten im Terminal nicht schnell genug vorangingen.

Im folgenden Führungsstreit mit dem Aufsichtsrat holte das Kontrollgremium jedoch Marks zurück und setzte Mühlenfeld vor die Tür. Neuer Flughafenchef ist Ex-Staatssekretär Engelbert Lütke Daldrup. Das Unternehmen machte keine Angaben zu einer möglichen Abfindung für Bretschneider.

Der BER als Personalkarussell
Mai 2012
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Meinhard von Gerkan: Der Architekt der Flughäfen Tegel und BER. Sein Büro war Generalplaner. Dass er im Mai 2012 gekündigt wurde, verstärkte das Chaos. Heutige Verantwortliche sehen den Rauswurf als Fehler.

Mai 2012
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Manfred Körtgen (l.): Der Aufsichtsrat entließ den Bauleiter wegen der geplatzten Eröffnung Ende Mai 2012. Für Kritik sorgte auch, dass Körtgen parallel zum Bau seine Promotion schrieb – ironischerweise über die Optimierung komplexer Baumaßnahmen.

Januar 2013
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Klaus Wowereit (SPD): Im Januar 2013 trat schließlich auch der Regierender Bürgermeister von Berlin (2001-2014) als Vorsitzender Aufsichtsratsvorsitz zurück. Wowereit kehrte allerdings nochmal zurück, bis 2014 seine politische Karriere endet – auch wegen des BER.

Juni 2013
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Rainer Schwarz: Dem Flughafenchef wurde wegen der geplatzten Eröffnung 2012 und des Krisenmanagements danach im Juni 2013 nach sieben Jahren im Unternehmen gekündigt, nachdem er bereits im Januar 2013 beurlaubt worden war. Leitet heute den Flughafen Münster-Osnabrück.

August 2013
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Matthias Platzeck (SPD): Auf Wowereit folgte im Januar 2013 als Aufsichtsratsvorsitzender der ehemalige Ministerpräsident von Brandenburg (2002 bis 2013), der zuvor lange Wowereits Vize im Aufsichtsrat war. Im August desselben Jahres war aber schon wieder Schluss. Bonmot: „Entweder das Ding fliegt oder ich fliege.“

November 2013
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Horst Amann: Als nächsten erwischte es den Technikchef. Amann hatte diesen Posten von Sommer 2012 bis November 2013 inne und deckte tausende Mängel im Terminal auf. Er verlor jedoch einen erbitterten Machtkampf mit Mehdorn. Heute baut Amann das Terminal 3 in Frankfurt.

Juni 2014
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Jochen Großmann: Der Bauleiter hatte die Brandschutzauflagen aufgeteilt, um sie steuerbar zu machen. Im Juni 2014 musste Großmann wenige Monate nach einer Korruptionsaffäre gehen. Mittlerweile ist er wegen Bestechlichkeit verurteilt.

  • dpa
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