Hauptstadtflughafen
Bund setzt auf eigene BER-Kontrolleure

Der Bund will mit einer eigenen Stabsstelle versuchen, die Probleme beim Berliner Hauptstadtflughafen in den Griff zu bekommen. Die Mitarbeiter sollen daran arbeiten, Berichts- und Controlling-Strukturen zu verbessern.
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BerlinDer Bund will mit einer eigenen Stabsstelle versuchen, die Probleme beim Berliner Hauptstadtflughafen BER in den Griff zu bekommen. Zum 1. Mai hat das Bundesverkehrsministerium eine eigene „Stabstelle Flughafen Berlin/Brandenburg“ eingerichtet, wie das Handelsblatt (Montagausgabe) aus Regierungskreisen erfuhr.

Bis zu zehn Mitarbeiter sollen daran arbeiten, die Berichts- und Controllingstrukturen in der Flughafengesellschaft zu verbessern. Ziel des Stabs sei es, „Handlungsoptionen“ zu erarbeiten „und insbesondere auch, diese in Abstimmung mit den Gesellschaftern Berlin und Brandenburg gegenüber der Geschäftsführung des Flughafens Berlin/Brandenburg durchzusetzen“, wie in einem Vermerk steht.

Auch gehe es darum, wieder „eine Gesprächsebene mit den anderen Gesellschaftern zu finden“, wie es hieß. Der Stab ist Staatssekretär Michael Odenwald zugeordnet. In der Vergangenheit hatte es vor allem wegen der mangelnden Kontrolle immer wieder Streit zwischen den Gesellschaftern gegeben.

Mit der Entscheidung für die Stabstelle verzichtet der Bund darauf, ein externes Controlling über Baufortschritt, Kosten und Zeitpläne einzurichten, wie es Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) noch 2014 angekündigt hatte. Es sollte den Gesellschaftern berichten, nicht an die Geschäftsführung. Bei der Stabstelle handle es sich um „eine reine Bundesangelegenheit“, hieß es nun im Ministerium.

Dr. Daniel Delhaes
Daniel Delhaes
Handelsblatt / Korrespondent
Silke Kersting
Silke Kersting
Handelsblatt / Korrespondentin

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