Hauptversammlung
Marseille-Kliniken setzen stärker auf Altenpflege

Der Gesundheitskonzern Marseille-Kliniken will in den kommenden Jahren das Geschäft mit der Pflege von älteren Menschen kräftig ausbauen.

dpa-afx BERLIN. Die Bettenzahl soll bis 2008 von etwa 9 000 im laufenden Geschäftsjahr 2005/06 auf 12 000 steigen, kündigte Vorstandschef Axel Hölzer am Freitag auf der Hauptversammlung in Berlin an. Im Gegenzug soll das verlustbringende Geschäft mit Reha-Einrichtungen zurückgefahren werden. Die börsennotierte Marseille-Kliniken AG ist einer der größten privaten Klinikbetreiber in Deutschland.

Im Geschäftsjahr 2004/05 (30. Juni) konnte der Konzern den Umsatz auf 201,4 Mill. Euro leicht steigern (2003/04: 200,1 Millionen). Das Ergebnis erhöhte sich um 1 Million auf 8,9 Millionen. Die durchschnittliche Auslastung in den insgesamt 49 Heimen ging auf 87,5 (90,3) Prozent zurück. Als Gründe dafür nannte Hölzer Anfangs- Schwierigkeiten in neu eröffneten Häusern, Umbauten sowie Probleme im Reha-Bereich.

Die beiden Sparten Pflege und Rehabilitation entwickelten sich entgegengesetzt. In der Pflege gab es bei Umsatz und Ergebnis ein deutliches Plus. Die Reha blieb dagegen bei rückläufigen Umsätzen in den roten Zahlen. Inzwischen machen die Marseille-Kliniken nur noch etwa ein Viertel des Umsatzes mit Reha-Kliniken, vor einigen Jahren war es noch die Hälfte. Als Ziel nannte Hölzer, die Sparte im übernächsten Geschäftsjahr wieder in die Gewinnzone zu bringen.

Im Durchschnitt machten die Marseille-Kliniken pro Bett rund 27 000 Euro Umsatz. Der Konzern beschäftigte zum Stichtag 30. Juni rund 4 800 Mitarbeiter, davon viele in Teilzeit. Hauptaktionär des Unternehmens und zugleich Vorsitzender des Aufsichtsrats ist Firmengründer Ulrich Marseille.

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