Hauptversammlung
Praktiker-Vorstand einigt sich auf Sanierungsplan

Nach langem Ringen hat es bei Praktiker eine Einigung auf das Sanierungskonzept des Vorstands gegeben. Stundenlang war auf der Hauptversammlung darum gefochten worden. Hauptaktionäre sprachen von Erpressung.
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HamburgDer Baumarktkonzern Praktiker hat sich auf einer dramatischen Hauptversammlung mit seinen wichtigsten Aktionären auf einen Kompromiss zur Sanierung geeinigt. Die Fondsmanagerin Isabella de Krassny als Vertreterin der Hauptaktionäre Maseltov und Semper Constantia erklärte nach langem Ringen am Mittwochabend, sie trage das Sanierungskonzept des Vorstands nun doch mit. Im Gegenzug ersetzt Praktiker auf Druck der Aktionäre zwei Aufsichtsratsmitglieder durch Kandidaten von de Krassny. Unter anderem gibt der vor Kurzem aus dem Aufsichtsrat an die Vorstandsspitze delegierte Praktiker-Chef Kay Hafner nach Firmenangaben seinen Aufsichtratsposten auf.

Im Überlebenskampf des Baumarktkonzerns Praktiker hatten Vorstand und Aktionäre gegenseitig eine Lösung blockiert. Konzernchef Kay Hafner warb auf der Hauptversammlung am Mittwoch in Hamburg eindringlich für seinen Sanierungsplan. Das Management bezeichnete das Konzept als "alternativlos".

Hafners Plan sieht den US-Finanzinvestor Anchorage als rettender Geldgeber vor. Er verlangt aber für einen 85 Millionen schweren Kredit die gesunde Konzerntochter Max Bahr als Pfand und soll darüber hinaus mit Hilfe von Optionsanleihen Zugriff auf 15 Prozent der Praktiker-Aktien erhalten. Zudem sollen sich die Aktionäre mit einer Kapitalerhöhung um 60 Millionen Euro an der Rettung des Konzerns beteiligen. "Bricht nur eine wesentliche Stütze aus dem Gerüst aus, fällt auch der Rest", betonte Hafner.

Finanzvorstand Markus Schürholz hatte erklärt, bei einer Ablehnung durch die Aktionäre müsse Praktiker die Verhandlungen über Kreditlinien abbrechen. "Praktiker wäre in diesem Fall unmittelbar von der Insolvenz bedroht. Der Wert der Aktie würde wohl gegen Null sinken."

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Praktiker-Vorstand einigt sich auf Sanierungsplan

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Krassny verlangt Rücktritt der Aufsichtsräte

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  • wahnsinn, wie hier auch an die gedacht wird, auf deren rücken es ausgetragen wird: die familien der mitarbeiter!
    die, die am wenigsten dafür können und sowieso kein mitspracherecht haben sind hier die leidtragenden...

  • Über ein Unternehmen herziehen und nicht mal den Firmennamen korrekt schreiben können.Herr wirf Hirn vom Himmel!Praktiker ist der Namen der Firma.Praktika ist der Plural (zur Erklärung:d.h die Mehrzahl!)von Praktikum und definitiv kein Wirtschaftsunternehmen

  • Praktiker braucht mehr Qualität im Sortiment. Billige Werkzeuge, die nach der ersten Benutzung schon verbogen sind und Fahrräder, die nicht richtig fahren, braucht kein Mensch. Man kauft eben kein zweites Mal dort.

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