Hauptversammlung
Tui-Chef Frenzel verteidigt seinen Kurs

Viele Stürme Michael Frenzel schon überstanden. Mehrere Male schien der Tui-Chef vor dem Aus zu stehen. Doch bisher hat er sich auch gegen die aufdringlichsten Aktionäre durchgesetzt. Doch auf der heutigen Hauptversammlung muss der dienstälteste Dax-Chef besonders viel aushalten.

HB HANNOVER. Tui-Chef Michael Frenzel hat zu Beginn der Hauptversammlung des Reisekonzerns seinen Kurs vor Aktionärskritik verteidigt. "Unsere Geschäfte waren und sind im Kern gesund", sagte Frenzel am Mittwoch in Hannover. Mit dem Verkauf der Mehrheit der Reedereitochter Hapag-Lloyd sei der Konzern auch finanziell gestärkt.

Dennoch sei die Entscheidung richtig, die Dividende auszusetzen, weil dadurch die Substanz des Unternehmens gestärkt werde. TUI hatte 2008 mit einem Verlust abgeschlossen und im ersten Quartal 2009 nur wegen des Gewinns aus dem Hapag-Lloyd-Verkauf schwarze Zahlen geschrieben.

Frenzel versicherte den Aktionären zugleich, die in Aussicht gestellte Sonderdividende aus dem Verkauf sei nicht vergessen. "Sobald wir in einem erfreulicheren Finanzmarktumfeld neue Finanzierungsspielräume sehen, werden wir diese auch für eine Beteiligung unserer Aktionäre nutzen."

Auf die Vorwürfe von Großaktionär John Fredriksen, beim Hapag-Verkauf Informationspflichten verletzt zu haben, sagte Frenzel: „Wir sehen hier keinen Anlass für eine Sonderprüfung.“ Fredriksen hat eine solche beantragt. Zudem will er wie im Vorjahr Tui-Aufsichtsratschef Jürgen Krumnow stürzen.

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