Hausgerätehersteller Dyson Staubsauger-Guru macht Ernst mit Elektroauto-Plänen

Die Pläne von Dyson für den Einstieg in den Automarkt machen Fortschritte. Drei Elektromodelle sind geplant, um den Markt „zu erkunden“.
Update: 14.02.2018 - 11:52 Uhr 1 Kommentar
Der Staubsauger-Pionier will künftig Elektroautos bauen. Quelle: picture alliance/dpa
James Dyson

Der Staubsauger-Pionier will künftig Elektroautos bauen.

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LondonDer britische Hausgeräte-Spezialist Dyson hat bei seinem Vorstoß ins Autogeschäft laut einem Zeitungsbericht bereits Pläne für drei Fahrzeugmodelle. Das erst davon solle nur einige tausend Mal gebaut werden, schrieb die „Financial Times“ am Mittwoch.

Es sei vor allem dazu gedacht, die Zuliefererkette aufzubauen und den Markt zu erkunden, hieß es unter Berufung auf informierte Personen. Erst die beiden späteren Modelle solle es in erheblich größeren Stückzahlen geben.

In ihnen wolle Dyson dann auch auf die hauseigene Feststoff-Batterietechnik setzen, berichtete die „Financial Times“ weiter. Solche Batterien sollen mehr Energie speichern können als die heute verbreiteten Lithium-Ionen-Akkuzellen. Auch Autohersteller und Zulieferer forschen an Feststoffbatterien. Toyota will sie bis 2025 in den Fahrzeugen haben. Das erste Dyson-Modell solle noch mit Lithium-Ionen-Batterien laufen, schrieb die „Financial Times“

Gründer und Chef James Dyson wollte die Informationen im Gespräch mit der Zeitung nicht kommentieren: „Wir reden nicht darüber, was wir machen.“ Zugleich bekräftigte er, dass das erste Dyson-Auto wie angekündigt 2020 oder 2021 auf dem Markt sein solle. Die vor allem für ihre Staubsauger bekannte Firma investiert nach bisherigen Angaben eine Milliarde Pfund (aktuell 1,12 Milliarden Euro) in die Batterieentwicklung und eine weitere Milliarde in die Fahrzeugproduktion.

Dyson hatte dem „Guardian“ im vergangenen Herbst gesagt, die Fahrzeuge würden mit großer Wahrscheinlichkeit in Asien gebaut, auch wenn Großbritannien mit im Rennen sei. „Wir werden das Auto dort produzieren, wo wir die Batterien herstellen.“ Dyson sehe einen sehr großen Markt für das Auto in Fernost. Das Fahrzeug werde nicht günstig sein, stellte Dyson damals klar - ohne eine Größenordnung für den Preis zu nennen.

Die Autopläne von Dyson unterstreichen die neue Konkurrenzsituation in der Branche: Elektrofahrzeuge sind technisch einfacher zu bauen als Autos mit einem Verbrennungsmotor. Dieser Trend senkt die traditionell hohe Hürde für den Einstieg auch branchenfremder Wettbewerber.

Der kalifornische Hersteller Tesla demonstrierte in den vergangenen Jahren, wie aus dem Stand eine populäre Marke aufgebaut werden kann, mehrere chinesische Firmen stellten zuletzt Prototypen vor. Zugleich investieren etablierte Autobauer Milliarden in die Entwicklung eigener Elektromodelle, viele von denen ebenfalls um 2020 herum auf den Markt kommen sollen.

Zugleich sind Elektroautos zumindest bisher ein hartes und verlustreiches Geschäft. Tesla kämpfte bei seinen ersten Modellen mit Verzögerungen und überplanmäßigen Kosten, die Firma holte sich bei Investoren mehrfach Milliarden für den Ausbau der Produktion – und hat bisher vor allem Verluste verbucht.

Den von einem chinesischen Investor unterstützten Elektroautobauer Faraday Future und LeEco werden finanzielle Probleme nachgesagt. Elektro-Pioniere wie Fisker oder Coda scheiterten. Zugleich gehen Branchenexperten davon aus, dass die Entscheidung für den Elektromotor als künftigen Antrieb bereits gefallen sei.

  • dpa
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1 Kommentar zu "Hausgerätehersteller Dyson : Staubsauger-Guru macht Ernst mit Elektroauto-Plänen"

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  • Cleverer Mann der Herr Dyson. Vermutlich können seine E-Cars gleichzeitig Strassen sauber saugen - aber ein Höllenlärm, das ist wieder gegen den Lärmschutz...Ich las seit 5Monaten NEWS und auch in Finanzen.at von einer neuen, zukünftigen emissionsfreien Neutrino-Energie und bin überzeugt, dass diese unsere Systeme von Grossversorgung durch Grosskraftwerke extrem verändern wird. Neutrinos als kleinste Partikel der solaren Strömung, die uns Tag und Nacht erreicht, haben eine nachgewiesene Masse ( Nobelpreis 2015 für Physik) und sind darum für eine neue Technologie der Kleinstkraftwerke für die dezentrale und mobile Haushaltsversorgung nutzbar. ABER auch in der Elektromobilität anzuwenden, ein ein geplantes Kleinfahrzeug PI wird mit einem Power Cube angetrieben, der quasi unendlich Neutrino-Energy wandelt und damit ohne Limit fahrbar ist, ohne Aufladen an irgendwelchen Steckdosen. Diese revolutionäre neue Energienutzung sollte an Herrn Dyson herangetragen werden - er hat die finanziellen Mittel um in Partnerschaft zusammen mit der Berliner Neutrino Group diese neue Technologie zu entwickeln.

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