HDE: Umsatz unter Vorjahr
Schlussansturm auf Weihnachtsgeschenke

Großer Ansturm auf die Weihnachtsgeschenke: Am Wochenende vor Heiligabend klingelten die Kassen im deutschen Einzelhandel noch einmal kräftig. Händler sprachen vom umsatzstärksten Tag des Jahres.

HB BERLIN. In den letzten Tagen vor dem Fest habe das Geschäft richtig an Schwung gewonnen, teilte der Hauptverband des Deutschen Einzelhandels (HDE) am Sonntag in Berlin mit. Die vergangene Woche und der umsatzstarke vierte Adventssamstag hätten im Handel für „deutlich aufgehellte Mienen“ gesorgt, sagte HDE-Sprecher Hubertus Pellengahr. Allerdings: „Die meisten Einzelhändler haben noch nicht das Vorjahresniveau erreicht.“ Ob dies gelinge, werde sich vor allem im Nachweihnachtsgeschäft entscheiden, wenn die Geldgeschenke umgesetzt werden. Der Sonntag, an dem die Geschäfte nur an wenigen Orten der Republik geöffnet hatten, spiele keine überragende Rolle. Auch der 24. Dezember, an dem noch einmal bis 14.00 Uhr eingekauft werden könne, bringe „nicht die große Masse“, sondern diene meist nur zum Einkauf einiger Lebensmittel und von „Last-Minute-Geschenken“, sage Pellengahr.

Auf den Einkaufslisten ganz oben standen Spielwaren, Parfüm, Accessoires und Lederwaren sowie Unterhaltungselektronik wie MP3- Player, Digitalkameras und Spielekonsolen. Enttäuschend sei hingegen - abgesehen von der letzten Woche - der Handel mit Winterbekleidung gelaufen.

Der hessische Einzelhandel berichtete vom umsatzstärksten Tag des Jahres. „Das war ein überwältigender Samstag, so etwas habe ich seit vielen Jahren nicht mehr erlebt“, freute sich Verbandspräsident Frank Albrecht in Frankfurt. „Das kalte, aber freundliche Wetter ist ideal für Weihnachtseinkäufe“.

„Der Knoten ist geplatzt“, urteilte der Bayerische Einzelhandelsverband. Der Samstag sei der umsatzstärkste Tag im Weihnachtsgeschäft gewesen. In Berlin bezeichnete der Hauptgeschäftsführer des regionalen Handelsverbandes, Nils Busch- Petersen, die vergangene Woche als bislang beste. Immer mehr Einzelhändler seien zuversichtlich, doch noch den Vorjahresumsatz zu erreichen. „Es mehren sich die Firmen, die auf eine rote Null hoffen.“ Beim Handelskonzern Arcandor mit seinen Karstadt-Häusern hieß es, „wir sind zufrieden“. Die Spitzenhäuser wie das KaDeWe in Berlin hätten umsatzmäßig über dem Vorjahr gelegen.

Verhaltener äußerten sich die Geschäftsleute in den ostdeutschen Ländern. In Brandenburg konnte laut Verband dank der letzten Woche ein „verheerendes Ergebnis“ verhindert werden. Das werde das Minus verringern. In Sachsen hieß es, wenn das Weihnachtsgeschäft so weiter laufe, könne der Einzelhandel dem Jahresende doch noch optimistisch entgegen sehen, auch wenn das Vorjahresergebnis nicht erreicht werde. Erst in den vergangenen zwei Wochen habe es den Durchbruch gegeben, klagte die Geschäftsführerin des Einzelhandelsverbandes Thüringen, Monika Osiewacz, in Erfurt. Die schlechte erste Dezemberhälfte könne vermutlich nicht mehr kompensiert werden. Nur etwa jeder zweite Händler erwarte, dass er das Vorjahresergebnis wieder erzielen könne. Im vergangenen Jahr seien es noch drei Viertel gewesen.

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