HDE
Weihnachtseinkäufer zum ersten Advent in Kauflaune

Der deutsche Einzelhandel hat eine positive Bilanz des ersten Advent-Wochenendes gezogen.

HB BERLIN. "Die Konsumenten lassen sich nicht von den schlechten Nachrichten beeindrucken, sie lassen sich die Vorfreude auf Weihnachten nicht verderben. Die Geschäfte sind richtig gut gelaufen. Die meisten Händler sind zufrieden", sagte der Sprecher des Branchenverbands HDE, Hubertus Pellengahr, am Sonntag Reuters TV in Berlin. "Finanzmarktkrise und Rezession haben die deutschen Verbraucher noch nicht erreicht. Es ist genug Geld da, und das wird jetzt für Geschenke und andere Dinge ausgegeben." Vor allem teure Waren wie Schmuck und Navigations-Handys würden gekauft.

Eine Trendumfrage bei den Händlern bestätige den HDE in der Einschätzung, dass der Umsatz im Weihnachtsgeschäft trotz der Konjunkturflaute in diesem Jahr ein Prozent höher liegen könnte als 2007. Damit würden Kaufhäuser und Supermärkte, Fach- und Versandhandel im November und Dezember 74,7 Mrd. Euro einnehmen.

Die Mehrheit der vom Hauptverband des Deutschen Einzelhandels (HDE) befragten Händler blicke hoffnungsvoll auf die Adventwochen bis Heiligabend, sagte Pellengahr. Die Zeit vor dem Weihnachtsfest ist für die Branche die umsatzstärkste des Jahres. Große Kaufhaus- und Ladenketten sind dafür trotz des Abschwungs zuversichtlich. "Wir registrieren derzeit deutlich zunehmende Kundenfrequenzen" sowohl in den Parfümerien als auch in den Thalia-Buchhandlungen und den Christ-Schmuckläden, sagte Douglas-Chef Henning Kreke der Anlegerzeitung "Euro am Sonntag". Kaufhof-Eigentümer Metro hatte ein stabiles Vorweihnachtsgeschäft in Aussicht gestellt.

"Der Weihnachtsmann hält den Schutzschirm über den Einzelhandel", resümierte Pellengahr. Allerdings könnte es für diese Branche das letzte Erfolgserlebnis vor dem Abschwung sein. "Sorgen machen wir uns über die Entwicklung im nächsten Jahr. Da brauchen wir Steuersenkungen, damit dann der Konsum weiterläuft", forderte der HDE-Sprecher.

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