Headhunter-Umsatz auf Rekord-Niveau
Personalberater erwarten blühendes Geschäft

Die deutschen Personalberater profitieren kräftig vom Kampf der Unternehmen um Fach-und Führungskräfte. 2007 ist der Umsatz der Branche auf einen neuen Höchstwert geklettert. Und auch für das laufende Jahr zeigen sich die Headhunter in einer Umfrage des Bundesverbands Deutscher Unternehmensberater optimistisch.

DÜSSELDORF. Der Umsatz der Branche in Deutschland ist im vergangenen Jahr um 19 Prozent auf 1,37 Mrd. Euro gestiegen und hat damit den bisherigen Höchstwert aus dem Jahr 2000 überschritten. Das teilte der Bundesverband Deutscher Unternehmensberater (BDU) am Donnerstag auf seinem jährlichen Personalberatertag in Bonn mit.

Auch für das laufende Jahr zeigen sich die Headhunter in der Umfrage des BDU optimistisch: Die Firmen erwarten einen Marktzuwachs von weiteren 15 Prozent auf dann 1,57 Mrd. Euro. Damit hätte sich das Umsatzvolumen der Aufträge zur Stellenbesetzung seit dem Jahr 2003 verdoppelt. Der BDU selbst bremste aber die Euphorie: Die Beratungen seien nach dem sehr starken ersten Quartal befragt worden, im zweiten Quartal hätte sich das Geschäft hingegen leicht abgekühlt. Vor allem das Geschäft mit Finanzdienstleistern werde infolge der Subprime-Krise in diesem Jahr schwächer ausfallen, sagte Joachim Staude, Vizepräsident des BDU.

Die Headhunter bekamen von den deutschen Unternehmen im vergangenen Jahr 67 000 Aufträge: Gesucht wurden vor allem Mitarbeiter im Vertrieb und Marketing, am deutlichsten stieg aber der Bedarf an technischen Fachkräften und Ingenieuren. Insgesamt würden die Unternehmen heute wesentlich stärker sehr spezialisierte Fachkräfte suchen – beispielsweise im Controlling. Konsequenz: Die Suche und Auswahl von Kandidaten wird für die Berater immer schwieriger. Je nach Qualifikation und Fachrichtung sei der Markt regelrecht leergefegt. Aus diesem Grund sollten die Kunden stärker als bisher bereit sein, auch ältere Kandidaten zuzulassen und damit auf den demografischen Wandel zu reagieren, fordert der BDU. Anzeichen dafür gebe es: Die von den Auftraggebern genannte Altershöchstgrenze verschiebe sich langsam nach oben, heißt es in der Marktstudie.

Die Branche der Personalberater ist in Deutschland stark fragmentiert: 1 975 Unternehmen buhlen um Aufträge zur Stellenbesetzung und Kandidatenauswahl, mehr als 75 Prozent macht einen Umsatz von jährlich weniger als 500 000 Euro. Marktführer im Ranking des BDU ist Kienbaum Executive Consultants mit einem Gesamtumsatz von 65 Mill. Euro vor Egon Zehnder International mit 58,5 Mill. Euro und der Baumann Unternehmensberatung mit 36,6 Mill. Euro.

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