Heimliches Hermès-Manöver
LVMH soll Millionenstrafe zahlen

Die Pariser Finanzaufsichtsbehörde bestraft den Luxusgüterkonzern LVMH für sein heimliches Übernahmemanöver bei Hermès. Das Unternehmen muss mit einer Millionenstrafe rechnen.
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ParisDer weltgrößte Luxusgüterkonzern LVMH ist wegen seines heimlichen Einstiegs beim Konkurrenten Hermès zu einer Geldstrafe in Höhe von acht Millionen Euro verurteilt worden. Die zuständige Sanktionskommission der Pariser Finanzaufsichtsbehörde AMF sah es nach Angaben vom Montag als erwiesen an, dass das von Multimilliardär Bernard Arnault kontrollierte französische Unternehmen gegen Transparenz- und Informationspflichten verstieß. Demnach wurde der Einstieg gezielt verschleiert.

LVMH hatte sich bis Ende 2010 unter anderem über den Umweg spezieller Finanzinstrumente (Equity Linked Swaps) einen zweistelligen Prozentanteil des Hermès-Aktienkapitals gesichert. Die Hermès-Eigner fürchteten deswegen Übernahmeabsichten und gründeten eine Familienholding, die einen weiteren Machtzuwachs des Rivalen verhindern soll. LVMH hat Übernahmepläne stets abgestritten. Der Konzern besaß Ende vergangenen Jahres bereits 22,6 Prozent der Hermès-Anteile. Sie waren damals rund 5,4 Milliarden Euro wert.

LVMH bezeichnete die AMF-Sanktion am Montag als vollkommen ungerechtfertigt. Der Hersteller von Dior-Parfüm, Louis-Vuitton-Handtaschen oder Moët & Chandon-Champagner kündigte einen Einspruch gegen die Entscheidung an.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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