Heros-Betrugsskandal
Ermittlungen gegen Metro-Mitarbeiter in Heros-Skandal

Metro hatte noch versucht, sich rauszureden. Aber nun bestätigt die Staatsanwaltschaft, dass sie im Heros-Betrugsskandal auch gegen einen Mitarbeiter des Handelskonzern ermittle. Dem Metro-Mitarbeiter werden nicht gerade Lappalien vorgeworfen.

HB HANNOVER/DÜSSELDORF. Es bestehe ein „vager Verdacht“, dass der Metro-Mitarbeiter von Heros Schmiergelder erhalten habe, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Freitag. Er widersprach damit der Metro-Darstellung.

Der Handelskonzern hatte mitgeteilt, nach seinem gegenwärtigen Kenntnisstand gebe es keine Ermittlungen der Staatsanwaltschaft gegen einen Metro-Mitarbeiter. Nach „intensiven unternehmensinternen Recherchen“ gehe der Konzern gegenwärtig davon aus, dass kein Mitarbeiter der Metro-Gruppe von Heros Geld angenommen habe.

Der Sprecher der Staatsanwaltschaft sagte, gegen den Metro-Mitarbeiter werde im Rahmen des Ermittlungsverfahrens unter anderem gegen den früheren Heros-Chef Karl-Heinz Weis ermittelt. Einzelheiten nannte der Sprecher nicht. Das Nachrichtenmagazin „Focus“ hatte berichtet, ein Metro-Mitarbeiter solle Schmiergelder zwischen 100 000 und 200 000 Euro erhalten haben. Dabei sei es 2003 um die Auftragsvergabe von Geldtransporten gegangen.

Der ehemalige Heros-Geschäftsführer Weis und drei Mitarbeiter sitzen wegen des Verdachts der Unterschlagung und Untreue in Untersuchungshaft. Dabei geht es um einen Schaden von mehr als 300 Mill. Euro. Die Heros-Gruppe hatte nach Betrugsvorwürfen im Februar Insolvenz angemeldet. Bis zu 1000 Unternehmen sollen geschädigt worden sein. Heros war im Juni von dem US-Investor Matlin Patterson übernommen worden und wird unter dem Namen SecurLog weitergeführt.

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