HHLA Boomender Welthandel schiebt Hafenkonzern an

Der Hafen- und Logistikkonzern HHLA verzeichnet im dritten Quartal einen Gewinnanstieg von fast 24 Prozent. Der wachsende Welthandel kommt dem Hamburger Unternehmen zu Gute. Der Umsatz kletterte auf 19,9 Millionen Euro.
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HHLA sorgt am Containerterminal im Hafen von Hamburg für Ordnung. Zusammen mit dem zum Konzern gehörenden Immobiliengeschäft steigerte das Unternehmen seinen Umsatz auf 943 Millionen Euro. Quelle: dpa
Gute Zwischenbilanz

HHLA sorgt am Containerterminal im Hafen von Hamburg für Ordnung. Zusammen mit dem zum Konzern gehörenden Immobiliengeschäft steigerte das Unternehmen seinen Umsatz auf 943 Millionen Euro.

(Foto: dpa)

HamburgDer wachsende Welthandel sorgt beim Hamburger Hafen- und Logistikkonzern HHLA für einen kräftigen Gewinnanstieg. Der Betriebsgewinn des börsennotierten Teilkonzerns kletterte in den ersten neun Monaten um fast 24 Prozent auf 142,5 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte.

Dazu trug vor allem der wachsende Warenverkehr mit China und der Zubringerverkehr mit der Ostseeregion bei, die beide zweistellig zulegten. Insgesamt bewegte die HHLA von Januar bis September 5,5 Millionen Standardcontainer an den Containerterminals in Hamburg und im Schwarzmeerhafen Odessa, ein Plus von 10,8 Prozent.

Das sind die größten Reedereien der Welt
Platz 10: Hamburg Süd Group
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Ein Unternehmen mit Tradition: Seit ihrer Gründung 1871 hat sich die Hamburg Süd von einer konventionellen Reederei zu einer international operierenden Transport-Logistik-Organisation entwickelt. Im März 2016 übernahm sie den chilenischen Konkurrenten CCNI. Im März 2017 hat der Oetker-Konzern – zu dem Hamburg Süd gehört – die Reederei an den Konkurrenten Maersk verkauft. Die Flotte der Hamburg Süd umfasst 105 Schiffe, die eine Containerkapazität von insgesamt 564.000 Stück haben.

Quelle: Alphaliner

Platz 9: Mitsui O.S.K. Lines
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Die Japaner sind zurück in der Top Ten. Mit der MOL Triumph hat die Reederei aus Tokio nicht nur das größte Containerschiff der Welt ist der Flotte, sondern konnte auf 79 sagenhafte 569.000 Container transportieren.

Platz 8: Yang Ming Marine Transport Corp.
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Im Jahr 1972 in Taiwan gegründet, besitzt Yang Ming eigene und in Kooperation betriebene Containerterminals in den USA, Belgien, den Niederlanden sowie in Taiwan. Die Schiffsflotte besteht aus 95 Schiffen und umfasst eine maximale Kapazität von 580.000 Containern. Doch die Reederei leidet unter der schwächelnden Konjunktur in China. Eine Großallianz, die 2017 mit der deutschen Hapag-Lloyd und vier weiteren asiatischen Reedereien startet, soll helfen.

Platz 7: OOCL
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Die Orient Overseas Container Line wurde 1947 in Shanghai durch den Unternehmer Tung Chao Yung gegründet. Auf der Flucht vor den Kommunisten siedelte Tung mit seinem 1949 nach Hongkong um. Zuletzt machte die asiatische Reederei den größten Sprung. Rund 672.000 Container kann das Unternehmen auf 98 Schiffen unterbringen. Von 1979 bis 1989 stand mit dem Öltanker Seawise Giant das bis heute größte jemals (nicht an einem Stück) gebaute Schiff im Dienst der Flotte.

Platz 6: Evergreen Line
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Die Reederei Evergreen stammt aus Taiwan. Mit ihren 194 Schiffen bedient das Unternehmen Linien in Osteuropa, nach Europa und zur US-Westküste und kann insgesamt 1,07 Millionen Standardcontainer unterbringen.

Platz 5: Hapag-Lloyd
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Mit 1,5 Millionen Containern hat aufgeholt: Unter dem Druck der schweren Schifffahrtskrise schloss sich die Reederei Hapag-Lloyd mit der arabischen Reederei United Arab Shipping Company (UASC) zusammen. Damit kommt die hamburgische Reederei, auf eine Flotte von 212 Schiffen. Zudem hat die neue Allianz mit den asiatischen Reedereien den Hamburgern eine gute Position auf den Weltmeeren verschafft.

Platz 4: Cosco Container Lines
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Die China Ocean Shipping Company wurde in Europa bekannt, weil die Reederei in der Finanzkrise 50 Prozent der Anteile am Hafen in Piräus übernommen hat. In der Containerschifffahrt haben die Chinesen ihr weltweites Netz sukzessive ausgebaut. 1,82 Millionen Container kann das Unternehmen unterbringen. Die Flotte umfasst aktuell 331 Schiffe.

Der Umsatz kletterte in der Hafenlogistik im gleichen Zeitraum um rund neun Prozent auf 919 Millionen Euro. Der Konzern, zu dem auch das Immobiliengeschäft zählt, steigerte das operative Ergebnis um 22,3 Prozent auf 155 Millionen Euro, der Konzernumsatz erhöhte sich auf 943 Millionen Euro. Angesichts der guten Zwischenbilanz sieht sich die HHLA auf Kurs für ihre unlängst erhöhten Jahresziele.

Demnach erwartet der börsennotierte Unternehmensteil Hafenlogistik ein Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) zwischen 135 und 155 Millionen Euro. Der Konzern geht von einem Ebit in einer Bandbreite von 150 bis 170 Millionen Euro aus. Sowohl bei der Prognose für den Konzern als auch für den Teilkonzern Hafenlogistik sind mögliche Einmalbelastungen für den Umbau der Containersparte von 15 Millionen Euro enthalten.

  • rtr
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