HHLA

Containerumschlag zieht wieder an

Der Warentransport per Bahn hat dem Hafenkonzern HHLA weiteren Schub gebracht. Auch beim Containerumschlag an der Kaikante ging es im dritten Quartal aufwärts. Grund dafür ist der gestiegene Warenverkehr mit Russland.
Durch den gestiegenen Warenverkehr konnte die HHLA ihren Umsatz verbessern. Quelle: dpa
Hamburger Hafen

Durch den gestiegenen Warenverkehr konnte die HHLA ihren Umsatz verbessern.

(Foto: dpa)

HamburgDer Hamburger Hafenkonzern HHLA sieht die Talsohle bei seinem Containerumschlag durchschritten und hat jüngst vom wieder gestiegenen Warenverkehr mit Russland profitiert. Nach einem Mengenrückgang im ersten Halbjahr wurde im dritten Quartal ein Anstieg von 5,6 Prozent verglichen mit dem Vorjahresquartal verzeichnet, teilte die HHLA am Donnerstag mit. „Wesentlich getragen wurde dieses Wachstum von einer Zunahme der Zubringerverkehre, insbesondere zwischen Hamburg und Russland“, berichtete das Unternehmen. Das HHLA-Containerterminal im ukrainischen Odessa steigerte seine Umschlagmenge um 13,4 Prozent.

Im Zeitraum von Januar bis September blieb der gesamte Containerumschlag mit 4,9 Millionen Standardcontainern (TEU) jedoch noch um 2,1 Prozent unter dem Vorjahreswert. Die Erlöse verringerten sich in diesem Zeitraum aber nicht ganz so stark und gingen um 1,2 Prozent auf 512,7 Millionen Euro zurück.

Das sind die größten Häfen der Welt
Platz 19: Hamburg
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In Deutschland ist der Hamburger Hafen ganz klar die Nummer eins. Doch das Geschäft ist rückläufig: 2015 wurden hier rund 8,8 Millionen Standardcontainer (TEU) umgeschlagen, knapp eine Million weniger als im Vorjahr. Häfen vor allem in Asien stoßen da in ganz andere Dimensionen vor.

Quelle: Alphaliner

Platz 12: Rotterdam
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Die Stadt an der niederländischen Nordseeküste hat den größten Hafen Europas. Auch hier geht das Geschäft zurück: 2015 wurden in Rotterdam 12,2 Millionen TEU umgeschlagen, knapp 70.000 weniger als noch im Vorjahr.

Platz 11: Tianjin
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Der Hafen Tianjin ist der größte künstliche Hafen auf dem chinesischen Festland und der wichtigste Knotenpunkt der chinesischen Küste. Er liegt 170 Kilometer südöstlich von Peking und 60 Kilometer östlich der Stadt Tianjin. Die Kapazität des Hafens ist von Jahr zu Jahr gestiegen. 2015 wurden 14,1 Millionen Standardcontainer abgefertigt, genauso viel wie im Vorjahr.

Platz 10: Los Angeles/Long Beach
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In die Reihe der asiatischen Häfen hat es im vergangenen Jahr der Hafen von Los Angeles und Long Beach geschafft. Der größte Containerhafen Nordamerikas verzeichnete 2015 einen Umschlag von 15,4 Millionen TEU.

Platz 9: Dubai
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Der größte von Menschenhand geschaffene Tiefseehafen liegt in Dubai, rund 40 Kilometer von der Stadt entfernt und wurde in der 1970er-Jahren zur Freihandelszone ausgebaut. Am Rande der Wüste wurden 2015 15,6 Millionen Standardcontainer abgefertigt. 2013 waren es weniger: 15,2 Millionen.

Platz 8: Qingdao
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Abgerutscht auf Platz acht: Als Tiefseehafen ist Qingdao bedeutend für die ölverarbeitende Industrie und den Güterverkehr der gesamten Halbinsel Shandong. 2015 betrug der Containerumschlag 17,5 Millionen TEU, etwas mehr als im Vorjahr (16,6 Millionen TEU). Der Hafen wird bis 2020 für 4,7 Milliarden Euro erweitert, danach soll Qingdao der größte Hafen der Welt werden.

Platz 7: Guangzhou
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Der Außenhandel Chinas entwickelt sich seit Jahren in großen Schritten. Dabei erfolgt ein Großteil des Warentransfers auf dem Schiffsweg über die Küsten-Häfen Chinas. Als Containerterminal im heutigen Überseehandel dient dabei unter anderem der Tiefseehafen Guangzhou. Der Hafen ist mit 17,6 Millionen abgefertigten Standardcontainern 2014 (2014: 16,2 Millionen) der siebtgrößte Hafen weltweit.

Der Teilkonzern Hafenlogistik, der neben dem Hafenumschlag den Bahntransport der Container umfasst (Intermodal), verzeichnete mit 847,5 Millionen Euro Erlöse leicht über Vorjahresniveau (plus 0,2 Prozent). Das operative Ergebnis (EBIT) stieg um 3,7 Prozent auf 115 Millionen Euro. Die HHLA-Transportgesellschaften bewegten in den ersten neun Monaten 1,1 Millionen Container, das waren 6,0 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Sie bringen nicht nur Container zum Hamburger Hafen oder transportieren sie von dort per Bahn ab. Sie fahren auch reinen Landverkehr in Richtung Mittel-, Ost- und Südosteuropa.

  • dpa
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