HHLA Hamburger Hafenbetreiber erhöht den Gewinn

Das Urteil zur Hamburger Elbvertiefung war ein harter Rückschlag für den Hafenbetreiber HHLA. Doch das Containergeschäft legt zu: Dadurch konnte das Unternehmen 2016 seinen Umsatz um rund fünf Prozent steigern.
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Ein Lichtblick im Hamburger Hafen: Nach dem Rückschlag durch die verzögerte Elbvertiefung hat der Hafenbetreiber HHLA seinen Umsatz durch Containergeschäfte gesteigert. Quelle: dpa
Hafen in Hamburg

Ein Lichtblick im Hamburger Hafen: Nach dem Rückschlag durch die verzögerte Elbvertiefung hat der Hafenbetreiber HHLA seinen Umsatz durch Containergeschäfte gesteigert.

(Foto: dpa)

FrankfurtDer Hamburger Hafenbetreiber HHLA hat Umsatz- und Gewinn im vergangenen Jahr gesteigert. Der operative Gewinn (Ebit) kletterte um rund fünf Prozent auf 163 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Montag mitteilte. Der Umsatz erhöhte sich um drei Prozent auf 1,2 Milliarden Euro.

Das Unternehmen, das wegen der Verzögerungen bei der geplanten Elbvertiefung an der Börse vergangene Woche massiv unter Druck geraten war, profitierte vor allem von einem höheren Containerumschlag im zweiten Halbjahr. Im Vergleich zu 2015 seien mit 6,7 Millionen Standardcontainern 1,5 Prozent mehr umgeschlagen worden. Endgültige Zahlen und einen Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr will der Vorstand am 30. März bekanntgeben.

Das sind die Giganten der Meere
Containerschiff "MOL Triumph" im Hamburger Hafen
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Das Containerschiff „MOL Triumph“ legte am Abend (15. Mai 2017) in Hamburg am Terminal Burchardkai an. Mehr als 20.000 Standardcontainer (TEU) kann der Gigant laden, doch die vergleichsweise flache Elbe ließ nur eine Fahrt mit gut der Hälfte der maximalen Kapazität zu.

„MOL Triumph“ auf dem Weg zum Hamburger Hafen
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Mit 400 Metern Länge gehört die „MOL Triumph“ zu den größten Schiffen weltweit, wie der weitere Überblick zeigt.

Die „Cosco Shipping Panama“ fährt in den Panamakanal ein
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Das chinesische Containerschiff „Cosco Shipping Panama“ befuhr im Juni 2016 als erstes Schiff den ausgebauten Panamakanal. Neun Jahre nach Beginn des Ausbaus wurde die Wasserstraße damit offiziell für Schiffe der sogenannten Postpanamax-Klasse freigegeben. War es bis dahin nur Schiffen mit einer Ladekapazität von bis 4400 Containern möglich, den Kanal zu benutzen, so können mittlerweile Großschiffe mit bis zu 14.000 Containern die Wasserstraße befahren.

COSCO Shipping Panama
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Mit einer Länge von 300 Metern und fast 50 Meter Breite zählt die COSCO Shipping Panama sicher zu den Giganten der Meere.

Containerschiff „MSC Zoe“
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Die MSC Zoe beim Einlaufen in den Hamburger Hafen im August 2015. Sie ist mit 395 Metern Länge und 59 Metern Breite zwar knapp nicht das größte Containerschiff der Welt, was die Abmessungen betrifft. Ihre 19.224 Standardcontainer (TEU) bedeuten zu Zeitpunkt ihrer Indienststellung aber Weltrekord in Sachen Transportkapazität. Der Frachter wurde auf der de Daewoo-Werft in Südkorea für die Reederei MSC (Mediterranean Shipping Company) gebaut.

UASC Barzan
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In Sachen Abmessungen spielen die Containerschiffe der UASC A18 in der Champions League. 400 Meter lang und fast 60 Meter breit sind die Giganten der in Kuwait ansässigen Reederei United Arab Shipping Company. Die maximale Ladung liegt bei 18.800 TEU. (Foto: Frank Schwichtenberg/Schwicht de Burgh Photography; CC BY 3.0)

P&O Nedlloyd Tasman
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Als die "P&O Nedlloyd Tasman" im Jahr 2000 die Werft in Warnemünde verließ, war sie das größte jemals in Deutschland gebaute Containerschiff. Heute liegt das knapp 280 Meter lange Schiff eher im Mittelfeld der Containerriesen, seine Ladekapazität beträgt 5468 TEU. Die Abkürzung TEU (Twenty Feet Equivalent Unit) bezeichnet einen Standardcontainer von 20 Fuß (6,058 Meter) Länge und 8 Fuß (2,438 Meter) Breite.

Für die HHLA ist das jüngste Gerichtsurteil zur Hamburger Elbvertiefung ein Rückschlag. Analysten rechnen mit Zusatzkosten für das Unternehmen. Firmenchefin Angela Titzrath hatte nach dem Urteil des Bundesverwaltungsgericht kritisiert, es fehle nun an Planungssicherheit. Die Richter in Leipzig hatten vergangene Woche Nachbesserungen bei den Planungen für die Vertiefung der Elbe verlangt. Wann die Bagger anrollen können, ist unklar.

Der Fluss soll vertieft werden, damit große Containerschiffe mit einem Tiefgang von bis zu 14,50 Metern den Hamburger Hafen problemlos erreichen können. Verfechter des Projekts fürchten, dass künftig mehr Schiffe auf Häfen in Rotterdam und Antwerpen ausweichen. Umweltschützer, die gegen die Elbvertiefung geklagt haben, sorgen sich um massive Eingriffe in Flora und Fauna.

  • rtr
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