HHLA verzeichnete in vergangenen Jahren beim Containerumschlag zweistellige Zuwachsraten
Hamburger Hafen öffnet sich Investoren

Die Hamburger Hafen- und Lagerhaus AG (HHLA) will sich umbenennen, um sich für Finanzinvestoren attraktiv zu machen. Entsprechende Pläne will der Vorstand der führenden deutschen Umschlagsgesellschaft für Container Ende des Monats bekannt geben.

HAMBURG. Dies erfuhr das Handelsblatt aus Kreisen der HHLA. Hintergrund ist, dass die Stadt seit längerem rund 49 Prozent der HHLA an Finanzinvestoren abgeben will. Damit will Hamburgs Finanzsenator Wolfgang Peiner ein milliardenschweres Investitionsprogramm stemmen. HHLA-Chef Klaus-Dieter Peters will bis zu eine Mrd. Euro in den Ausbau der drei bestehenden Container-Terminals investieren, um die Umschlagskapazitäten zu verdoppeln. Die HHLA verzeichnete in den vergangenen Jahren beim Containerumschlag zweistellige Zuwachsraten.

Mit dem Verkauf von HHLA-Anteilen will der Finanzsenator den Haushalt schonen. „Die Entscheidung über eine Teilprivatisierung der HHLA soll in ein bis zwei Jahren fallen“, erklärte ein Sprecher der Finanzbehörde. Hamburg werde aber weiterhin die Mehrheit halten.

Das Marktumfeld für eine schnelle Privatisierung der HHLA wäre günstig. Viele Reedereien bauen ihre Schiffskapazitäten aus und könnten so die Umschlagmenge im Hamburger Hafen erhöhen. Der HHLA-Chef hat den Konzern in den vergangenen Jahren auf vier Geschäftsfelder umgebaut, um die Firma kapitalmarktfähig zu machen. Dazu gehören der Containerumschlag, Hinterlandverkehre, Logistik sowie Immobilien. Die HHLA hatte 2004 rund 715,6 Mill. Euro umgesetzt und einen Jahresüberschuss von 35,2 Mill. Euro erzielt. Ein HHLA-Sprecher bestätigte, dass Ende des Monats Neuigkeiten bekannt geben werden sollen.

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