HINTERGRUND
Für den Hamburger Hafen kommen nur wenige Käufer in Betracht

Hamburg wird für die geplante Teilprivatisierung der Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) kaum geeignete Investoren finden, sollte die Deutsche Bahn bei dem Unternehmen nicht zum Zuge kommen. Zu dieser Ansicht kommt Detthold Aden, Präsident des Zentralverbands der deutschen Seehafenbetriebe (ZDS).

HB HAMBURG. HHLA-Vorstandschef Klaus-Dieter Peters sieht dagegen eine mögliche Beteiligung der Bahn nur als „eine von mehreren Alternativen, das Unternehmen teilweise zu privatisieren und hierdurch die Kapitalbasis im Hinblick auf unsere ehrgeizigen Wachstumspläne zu verbreitern“. Peters will in den nächsten Jahren mehr als 800 Mill. Euro investieren, um die Kapazität auf mehr als zehn Mrd. Container zu verdoppeln.

„Für die HHLA kommt nur ein amerikanischer Pensionsfonds oder ein extra aufgelegter Fonds von Hamburger Kaufleuten als langfristig orientierte Investoren in Frage“, ist Verbandschef Aden überzeugt. Der Verkauf an einen US-Pensionsfonds hätte den Charme, dass dieser sich bei der HHLA für mehrere Jahrzehnte engagieren und keinen Einfluss auf den Geschäftsbetrieb nehmen würde. Der Fonds könnte sich in Form eines Cross Border Leasings (CBL) an Hamburgs größter Umschlagsgesellschaft beteiligen. Beim CBL verkaufen Kommunen zum Beispiel Straßenbahnbetriebe oder Messehallen an US-Fonds und mieten sie langfristig zurück.

Für problematisch hält Aden es dagegen, wenn Hamburg die HHLA an Finanzinvestoren abgeben würde. Diese würden ihre Anteile bereits nach einigen Jahren wieder versilbern. Interesse haben nach Angaben aus Branchenkreisen die britische CVC-Gruppe sowie Triton signalisiert. CVC hatte sich zuletzt an der dänischen und belgischen Staatspost beteiligt, Triton hatte die Hapag-Lloyd-Tochter Lehnkering gekauft.



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