Hintergrund
Lidl - das verschachtelte Imperium

Dieter Schwarz hat ein nahezu undurchschaubares Geflecht aus Tochterfirmen geknüpft. Auf mehr als 300 Gesellschaften ist der Düsseldorfer Rechtsanwalt Thomas Schmidt bei seinen Recherchen für die Gewerkschaft Verdi gestoßen. Die Gruppe ist so organisiert, dass sie keine Zahlen veröffentlichen

HB DÜSSELDORF. Dieter Schwarz hat ein nahezu undurchschaubares Geflecht aus Tochterfirmen geknüpft. Auf mehr als 300 Gesellschaften ist der Düsseldorfer Rechtsanwalt Thomas Schmidt bei seinen Recherchen für die Gewerkschaft Verdi gestoßen. Die Gruppe ist so organisiert, dass sie keine Zahlen veröffentlichen muss.

Seit 1999 liegt das gesamte Firmenvermögen in der Schwarz Beteiligungs GmbH. Unterhalb dieser Gesellschaft sind die operativen Sparten Kaufland Stiftung für das Warenhaus-Geschäft und die Lidl Stiftung für die Discount-Sparte angeordnet. 99,9 Prozent an der Beteiligungs GmbH hält die Dieter Schwarz Stiftung GmbH, 0,1 Prozent liegen bei der Führungsholding Schwarz Unternehmenstreuhand KG, die aber über alle Stimmrechte verfügt. Diese deutschlandweit wohl einmalige Konstruktion schützt vor Übernahmen und sichert Schwarz’ Einfluss. Denn über allem thront ein Aufsichtsgremium, in dem er den Vorsitz hält.

Nach Schwarz’ Rückzug aus dem operativen Geschäft wird der Lidl-Bereich von den beiden Generalbevollmächtigten Klaus Gehrig und Werner Hoffmann geleitet, zum engsten Führungszirkel gehört auch Walter Pötter als Lidl-Chefeinkäufer.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%