Hintergrund zu DocMorris
Internethandel mit Medikamenten

Bisher war in Deutschland der Internethandel mit Medikamenten verboten. Verschiedene Anbieter wie die niederländische Internetapotheke DocMorris betrieben den Versandhandel jedoch aus dem Ausland und rechneten die Rezepte mit einigen deutschen Krankenkassen ab.

HB HAMBURG. Dabei verstießen sie jedoch gegen deutsches Recht, das die Abgabe von Medikamenten unter strenge Auflagen stellt. Jeder Apotheker darf danach beispielsweise nur eine Verkaufsstelle betreiben und muss einen Großteil der Öffnungszeit in seinem Geschäft persönlich anwesend sein. Nur in Ausnahmefällen dürfen Arzneimittel durch einen Boten der Apotheke zugestellt werden.

Nach der Gesundheitsreform ist der Internethandel vom 1. Januar 2004 an auch in Deutschland offiziell erlaubt. Für die Betreiber eines solchen Versandhandels gelten jedoch dieselben Vorschriften wie für herkömmliche Apotheken: Sie müssen ausgebildete Apotheker sein und die gesetzlich vorgeschriebenen Zuzahlungen für Medikamente erheben. Zusätzlich haben sie verschiedene Qualitätsanforderungen zu erfüllen.

DocMorris will Patienten in Deutschland deshalb weiterhin von den Niederlanden aus beliefern, weil das Unternehmen dann nicht an deutsche Gesetze gebunden ist und niedrigere Zuzahlungssätze erheben kann. Durch die Gesundheitsreform wird solch ein grenzüberschreitender Medikamentenhandel legal werden.

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