Hochtief-Tochter Leighton
Australische Tochter durchkreuzt Ergebnisziel

Die Hochtief-Tochter muss einen Verlust ausweisen. Das senkt auch die Prognose des Mutterkonzerns.
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MelbourneDie australische Hochtief-Tochter Leighton hat am Montag einen Verlust für das laufende Geschäftsjahr sowie eine Kapitalerhöhung angekündigt. Mit der Ausgabe neuer Aktien will das Unternehmen umgerechnet rund 553 Millionen Euro aufnehmen, um die Bilanz zu stützen. Mehrheitsaktionär Hochtief wolle sein Bezugsrecht voll ausüben.

Leighton teilte mit, Abschreibungen auf zwei wichtige Projekte vorzunehmen sowie eine Wertberichtung auf ein Gemeinschaftsunternehmen im Nahen Osten. Für das bis Juni laufende Geschäftsjahr erwartet das Unternehmen daher nun einen Verlust von umgerechnet 312 Millionen Euro, nachdem das Management bislang von einem Gewinn von 350 Millionen Euro ausgegangen war.

Hohe Abschreibungen bei der australischen Tochter Leighton zwingen auch den Mutterkonzern Hochtief zu einer Senkung der Ergebnisprognose. „Abhängig vom Ergebnis und Umfang der Anteilsveräußerung im Bereich Hochtief Concessions erwartet der Vorstand von Hochtief nunmehr ein bis auf die Hälfte des Vorsteuerergebnisses des Vorjahres reduziertes Vorsteuerergebnis im Konzern“, teilte das Management in der Nacht zum Montag mit. „Der Konzerngewinn wird über dem Konzerngewinn des Vorjahres erwartet“, hieß es. Die Ergebnisprognosen für 2012 und 2013 seien nicht beeinträchtigt.

Der Tochterkonzern kündigte Leighton eine Kapitalerhöhung über umgerechnet rund 553 Millionen Euro an. „Hochtief wird an dieser Kapitalerhöhung entsprechend seiner Beteiligungsquote bei Leighton teilnehmen“, gab der Mehrheitsaktionär bekannt.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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