Höchststand bei Einfuhren
Das Volk der Biertrinker entdeckt den Wein

Während die Brauerein darüber klagen, dass die Deutschen immer weniger Bier trinken, jubilieren die Weinimporteure. Die Kunden reißen ihnen die Flaschen aus den Händen. Es sind jedoch nicht die französischen Winzer, die vom Durst der Deutschen profitieren.

HB WIESBADEN. 2004 erreichten die Weinimporte mit rund 1,2 Milliarden Litern einen Höchststand. Die Zahl teilte das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden mit. Im Vergleich zu 1991 erhöhte sich die Menge um gut 65 Prozent. Der Importwert stieg im gleichen Zeitraum um fast 75 Prozent auf 1,49 Milliarden Euro.

Seit 1996 wird vermehrt Rotwein aus dem Ausland eingeführt. Der Anteil von Roten an der Gesamteinfuhr liegt inzwischen bei 58 Prozent.

An der Spitze der Lieferländer steht seit Jahren unangefochten Italien. Von dort kamen 2004 rund 408 Millionen Liter Wein in den deutschen Handel. Spanien hat sich erstmals auf Platz zwei knapp vor Frankreich geschoben. Aus Spanien wurden 2004 rund 229 Millionen Liter Wein importiert, aus dem Nachbarland Frankreich kamen 225 Millionen Liter Rot- und Weißweine. Auf Platz vier bei den Weineinfuhren rangiert Chile mit 63 Millionen Litern, gefolgt von den USA mit 48 Millionen Litern. Unter den Top-Ten finden sich zudem Mazedonien, Österreich, Australien, Südafrika und Griechenland.

Ausländische Weine sind in Deutschland wohl auch deshalb beliebt, weil sie immer billiger werden. Der Durchschnittspreis für importierten Rotwein lag 2004 bei 1,51 Euro pro Liter. Drei Jahre zuvor wurden noch 1,72 Euro dafür gezahlt. Für Weißwein müssen im Durchschnitt nur noch 0,89 Euro pro Liter gezahlt werden. 2001 waren es noch 1,10 Euro. Am billigsten sind Weine aus Spanien mit 1,58 Euro pro Liter Rotwein und 0,37 Euro pro Liter Weißwein.

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