Höhe von weiteren Investitionen ins Ausland hängt vom jeweiligen Länderrisiko ab
Fraport will Expansion im Ausland vorantreiben

Der Flughafenbetreiber Fraport wird nach den Worten von Finanzvorstand Stefan Schulte seine Expansion im Ausland vorantreiben. Im Juni musste der Konzern seine Expansionsstrategie noch vor den Aktionären rechtfertigen.

HB FRANKFURT. Ziel sei es, die Leistungen der bestehenden Beteiligungen weiter zu verbessern und neue Engagements einzugehen, sagte Schulte in einem Interview der „Börsen-Zeitung“ (Freitagausgabe). „Dabei konzentrieren wir uns auf Regionen, in denen wir überdurchschnittliches Wachstum erwarten, beispielsweise Indien, China und einzelne osteuropäische Länder“, fügte er hinzu. Allerdings werde immer geprüft, ob bei den Projekten mittelfristig eine Rendite von mindestens zehn Prozent vor Steuern auf das eingesetzte Kapital zu erreichen sei. „Andernfalls würden wir Kapital vernichten, da unsere Kapitalkosten bei etwa zehn Prozent liegen“, sagte Schulte.

Die Höhe der Investitionen hänge stark vom jeweiligen Länderrisiko ab, sagte Schulte weiter. So würde sich eine mögliche Investition in Indien auf einen zweistelligen Millionen-Euro-Bereich beschränken. Bei den meisten Projekten seien die Details allerdings noch nicht bekannt, so dass noch keine Angebote unterbreitet werden können, ergänzte die für Beteiligungen verantwortliche Fraport-Managerin Andrea Pahl. In Indien sei als nächster Schritt in dieser Woche eine Interessenbekundung abgegeben worden.

Vor wenigen Jahren hatte die im MDax gelistete Flughafengesellschaft bei dem bislang aufwändigsten Auslandsprojekt am Flughafen Manila auf den Philippinen auf Grund später nicht eingehaltener Regierungszusagen inklusive Zinsen mehr als 300 Millionen Euro abschreiben müssen. Auf der Hauptversammlung Anfang Juni musste Fraport-Chef Wilhelm Bender die von einzelnen Aktionären und Analysten mit Skepsis betrachtete Expansionsstrategie im Ausland rechtfertigen.

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