Höherer Verlust angedeutet
Austrian Airlines schockt die Märkte

Vielleicht sollte es sich die Deutsche Lufthansa noch einmal überlegen, ob sie wirklich bei der österreichischen Fluggesellschaft Austrian Airlines einsteigen möchte. Denn die AUA hat gestern bekanntgegeben, dass sie mit einem deutlicher höheren Jahresverlust als bislang rechnet. Nicht zuletzt dadurch wird klar, dass die Fluglinie offenbar einen starken Partner braucht.

HB HANDELSBLATT. Das Unternehmen erwarte einen Fehlbetrag für das Geschäftsjahr 2008 von 100 bis 125 Millionen Euro vor Sonderposten, teilte die AUA am Donnerstagabend in Wien mit. Bei der Halbjahresbilanz war noch von 70 bis 90 Millionen Euro die Rede.

Begründet wurden die schlechteren Zahlen mit dem Wirtschaftsabschwung, der sich auch noch die nächsten Monate spürbar auswirken werde. "Die erwarteten umsatzbedingten Ertragseinbußen sind höher als die Entspannung auf der Treibstoffkostenseite", hieß es in der Mitteilung. Bereits am Mittwoch hatte die AUA ein schwaches drittes Quartal bekanntgeben müssen. Demnach wurden 3,1 Prozent weniger Passagiere befördert als in der Vorjahresperiode, im September alleine sogar 4,0 Prozent weniger.

Die angeschlagenen Fluglinie soll noch im Oktober verkauft werden. Der Staat hält noch 41,56 Prozent, eine Sperrminorität soll in "österreichischer Hand" bleiben, wie die Regierung versicherte. Die verbliebenen Bieter - Deutsche Lufthansa, Air France-KLM und die russische S7 - haben bereits mit der Unternehmensprüfung begonnen.

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