Hohe WM-Werbekosten
Sportwettenanbieter Bwin senkt Prognose für 2006

dpa-afx WIEN. Der Sportwetten- und Glücksspielanbieter Bwin hat die Prognose wegen der unsicheren Rechtslage in den USA und anderen Staaten sowie dem schwächer als erwartet ausgefallenen WM-Geschäft gesenkt. Beim Umsatz werde 2006 jetzt ein Anstieg auf rund 435 (2005: 144) Mill. Euro erwartet, teilte das Unternehmen am Donnerstag in Wien mit. Bislang hatte Bwin einen Anstieg auf mehr als 500 Mill. Euro in Aussicht gestellt.

Vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen werde ein Gewinn (Ebitda) von mindestens 40 Mill. Euro nach 15,1 Mill. Euro im Vorjahr. Damit liege die Ebitda-Marge bei 9,2 Prozent anstatt der bisher angepeilten Marke von zehn Prozent.

Im ersten Halbjahr rutschte das Unternehmen, das in Deutschland zuletzt wegen des Entzugs der Lizenz durch das Land Sachsen für Schlagzeilen sorgte, wie im Juli angekündigt vor allem wegen der hohen Werbekosten während der WM in die roten Zahlen. Der Verlust fiel mit 27,1 Mill. Euro nach einem kleinen Gewinn in der ersten Hälfte 2005 allerdings nicht so hoch wie von Experten erwartet aus. Enttäuschend fiel jedoch der Umsatzanstieg aus. Der Erlös sei um 216 Prozent auf 191,6 (Prognose: 212,6) Mill. Euro geklettert.

Die im österreichischen Standardindex ATX notierte Aktie verlor am Donnerstag in den ersten Handelsminuten rund fünf Prozent, nachdem sie in den vergangenen Handelstagen infolge von Spekulationen über eine Übernahme deutlich zugelegt hatte. Das Papier verlor seit dem Rekordhoch im Mai wegen der unsicheren Rechtslage für Glücksspielanbieter in den USA, der Probleme in Deutschland und der Gewinnwarnung im Juli rund 72 Prozent an Wert.

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