Hohe Zuwächse beim Kabelfernsehen
Time Warner mit operativ gutem Geschäft

Der US-Medienkonzern Time Warner konnte die Gewinnerwartungen der Analysten für das zweite Quartal übertreffen. Nach dem massiven Schuldenabbau von 2003 werden jetzt sogar Zukäufe erwartet.

HB NEW YORK. Der US-Medienkonzern Time Warner hat im zweiten Quartal zwar weniger verdient als ein Jahr zuvor, aber die Erwartungen der Analysten dennoch übertroffen.

Wie der Besitzer der Warner-Bros-Filmstudios am Mittwoch vor Börsenbeginn mitteilte, wurde ein Reingewinn über 777 Millionen Dollar oder 0,17 Dollar je Aktie erzielt nach 1,06 Milliarden Dollar im Vorjahreszeitraum. Das Ergebnis des vorangegangenen Jahres war allerdings durch Einmalerträge aus dem Verkauf des Kabelkanals Comedy Central geprägt gewesen. Die Umsätze des Medienkonzerns, zu dem unter anderem auch der Internetanbieter AOL gehört, stiegen um zehn Prozent auf 10,9 Milliarden Dollar. Analysten hatten im Schnitt einen Gewinn je Aktie von 0,15 Dollar bei Erlösen von 10,44 Milliarden Dollar erwartet. Time- Warner-Aktien legten vorbörslich um 25 Cent auf 17,16 Dollar zu.

Time Warner verbuchte im abgelaufenen Quartal um 23 Prozent höhere Werbeeinnahmen und im Filmgeschäft starke Erlöse durch den Kinohit „Harry Potter“. AOL verlor dagegen im Vergleich zum ersten Quartal 668.000 Abonnenten. Analysten erwarten, dass Time Warner nach einem massiven Schuldenabbau auf mittlerweile nur noch 18,1 Milliarden Dollar von 30 Milliarden Dollar Anfang 2003 nun Zukäufe plant. Als potenzielles Übernahmeziel wird der insolvente Kabelnetzbetreiber Adelphia Communications genannt. Auch über ein Gebot für das Filmstudio Metro-Goldwyn-Myer wurde zuletzt spekuliert.

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