Hoher Gewinn
Deutsche Post übertrifft die Erwartungen

Die Deutsche Post ist doch noch für positive Überraschungen gut: Der Logistikkonzern verdiente im ersten Quartal mehr als erwartet. Dabei halfen vor allem Geschäftsfelder, von denen man in Zukunft einiges erwarten darf.
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BonnDie Deutsche Post profitiert von florierenden Geschäften in Asien und dem boomenden Internet-Handel. Den Umsatz und den Gewinn steigerte der Konzern stärker als von Analysten erwartet. Im Express- und Logistikgeschäft, wo der Konzern als Laufbursche der Globalisierung die Warenströme internationaler Unternehmen um den Globus leitet, verbuchte Konzernchef Frank Appel deutliche Zuwächse. Die Post wird damit immer unabhängiger von ihrem traditionellen Briefgeschäft, das unter der Konkurrenz der E-Mail leidet. Die Anleger honorierten die Entwicklung.

„Wir haben einen tollen Start in das neue Jahr hingelegt“, bilanzierte Post-Finanzchef Larry Rosen. Angesichts der gedämpften konjunkturellen Entwicklung sind die Zahlen des Konzerns laut Unternehmenschef Appel ein „eindeutiger Beweis dafür, dass wir uns auf einem sehr guten Weg befinden“. Die Bonner verbuchten im ersten Quartal bei einem um 4,3 Prozent auf 13,4 Milliarden Euro gestiegenen Umsatz einen operativen Gewinn (Ebit) von 691 (Vorjahr: 629) Millionen Euro.

Der Überschuss nach Anteilen Dritter kletterte auf 533 (325) Millionen Euro. Die Post übertraf damit die Erwartungen des Marktes. Von Reuters befragte Analysten hatten im Mittel einen Umsatz von 13,063 Milliarden Euro, einen operativen Gewinn (Ebit) von 656 Millionen Euro und einen Überschuss nach Minderheiten von 519 Millionen Euro erwartet.

An seiner Jahresprognose hielt Konzernchef Appel fest: Die Post erwartet 2012 weiter einen Anstieg des Ebit auf 2,5 bis 2,6 (Vorjahr: 2,4) Milliarden Euro. Auch seine Mittelfrist-Prognosen bekräftige Appel: Die Ergebnisse des Briefgeschäfts sollen sich stabilisieren, in den übrigen Geschäftsbereichen rechnet der Post-Chef bis 2015 mit jährlichen Steigerungen des Ergebnisses um durchschnittlich 13 bis 15 Prozent.

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Express-Geschäft wächst

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  • Wenn Sie die Aktien verkaufen, wird die Dividende via rückwirkender Einstandspreisverminderung nachversteuert.

    Das kann über die Zeit überraschend teuer werden!

  • LYANI beschreibt das richtig.

    Die Dividende ist zunächst steuerfrei.

    Bei VERKAUF der Aktien, wenn sie VOR 2009 gekauft wurden, ist die gesamte Veräußerung steuerfrei nach altem Recht.

    ABER sind die Aktien NACH 2009 erworben, werden die Dividenden jährlich aufgerechnet als Aktiengewinn (reduzierter Kaufpreis) und bei Verkauf als Gewinn versteuert.

  • @LYANI

    DIVIDENDENZAHLUNGEN
    DER DEUTSCHEN POST:
    ...................
    es handelt sich um leistungen aus dem steuerlichen
    einlagenkonto lt. EstG. dieser betrag ist unterliegt
    zum zeitpunkt des zuflusses keinem steuerabzug...
    ..
    die dividende wird also seit jahren brutto für netto
    gezahlt..
    ..
    dieses verfahren gilt für alle aktien bzw. aktionäre,
    egal ob vor oder nach 2009 gekauft..
    ..
    mfg
    thomas oldendorp
    ..
    ..
    ps
    ..
    zusätzlich profitiert die DEUTSCHE POST
    in Q1 noch von der restlichen abwicklung
    des vk der postbank an die deutsche bank.
    ..

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