Hoher Gewinn Deutsche Post übertrifft die Erwartungen

Die Deutsche Post ist doch noch für positive Überraschungen gut: Der Logistikkonzern verdiente im ersten Quartal mehr als erwartet. Dabei halfen vor allem Geschäftsfelder, von denen man in Zukunft einiges erwarten darf.
Update: 08.05.2012 - 09:17 Uhr 8 Kommentare
Mit Briefen verdient die Deutsche Post immer noch gut, aber es gibt auch neue Hoffnungsträger. Quelle: dapd

Mit Briefen verdient die Deutsche Post immer noch gut, aber es gibt auch neue Hoffnungsträger.

(Foto: dapd)

BonnDie Deutsche Post profitiert von florierenden Geschäften in Asien und dem boomenden Internet-Handel. Den Umsatz und den Gewinn steigerte der Konzern stärker als von Analysten erwartet. Im Express- und Logistikgeschäft, wo der Konzern als Laufbursche der Globalisierung die Warenströme internationaler Unternehmen um den Globus leitet, verbuchte Konzernchef Frank Appel deutliche Zuwächse. Die Post wird damit immer unabhängiger von ihrem traditionellen Briefgeschäft, das unter der Konkurrenz der E-Mail leidet. Die Anleger honorierten die Entwicklung.

„Wir haben einen tollen Start in das neue Jahr hingelegt“, bilanzierte Post-Finanzchef Larry Rosen. Angesichts der gedämpften konjunkturellen Entwicklung sind die Zahlen des Konzerns laut Unternehmenschef Appel ein „eindeutiger Beweis dafür, dass wir uns auf einem sehr guten Weg befinden“. Die Bonner verbuchten im ersten Quartal bei einem um 4,3 Prozent auf 13,4 Milliarden Euro gestiegenen Umsatz einen operativen Gewinn (Ebit) von 691 (Vorjahr: 629) Millionen Euro.

Der Überschuss nach Anteilen Dritter kletterte auf 533 (325) Millionen Euro. Die Post übertraf damit die Erwartungen des Marktes. Von Reuters befragte Analysten hatten im Mittel einen Umsatz von 13,063 Milliarden Euro, einen operativen Gewinn (Ebit) von 656 Millionen Euro und einen Überschuss nach Minderheiten von 519 Millionen Euro erwartet.

An seiner Jahresprognose hielt Konzernchef Appel fest: Die Post erwartet 2012 weiter einen Anstieg des Ebit auf 2,5 bis 2,6 (Vorjahr: 2,4) Milliarden Euro. Auch seine Mittelfrist-Prognosen bekräftige Appel: Die Ergebnisse des Briefgeschäfts sollen sich stabilisieren, in den übrigen Geschäftsbereichen rechnet der Post-Chef bis 2015 mit jährlichen Steigerungen des Ergebnisses um durchschnittlich 13 bis 15 Prozent.

Express-Geschäft wächst
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8 Kommentare zu "Hoher Gewinn: Deutsche Post übertrifft die Erwartungen"

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  • Wenn Sie die Aktien verkaufen, wird die Dividende via rückwirkender Einstandspreisverminderung nachversteuert.

    Das kann über die Zeit überraschend teuer werden!

  • LYANI beschreibt das richtig.

    Die Dividende ist zunächst steuerfrei.

    Bei VERKAUF der Aktien, wenn sie VOR 2009 gekauft wurden, ist die gesamte Veräußerung steuerfrei nach altem Recht.

    ABER sind die Aktien NACH 2009 erworben, werden die Dividenden jährlich aufgerechnet als Aktiengewinn (reduzierter Kaufpreis) und bei Verkauf als Gewinn versteuert.

  • @LYANI

    DIVIDENDENZAHLUNGEN
    DER DEUTSCHEN POST:
    ...................
    es handelt sich um leistungen aus dem steuerlichen
    einlagenkonto lt. EstG. dieser betrag ist unterliegt
    zum zeitpunkt des zuflusses keinem steuerabzug...
    ..
    die dividende wird also seit jahren brutto für netto
    gezahlt..
    ..
    dieses verfahren gilt für alle aktien bzw. aktionäre,
    egal ob vor oder nach 2009 gekauft..
    ..
    mfg
    thomas oldendorp
    ..
    ..
    ps
    ..
    zusätzlich profitiert die DEUTSCHE POST
    in Q1 noch von der restlichen abwicklung
    des vk der postbank an die deutsche bank.
    ..

  • Die Dividende kommt aus dem Einlagenkonto und wir bei Beständen die der Abgeltungsteuer unterliegen bei Veräußerung versteuert,d a die Dividende die Anschaffungskosten mindert. Aktionäre. die vor 2009 gekauft haben, bekommen die Dividende ganz steuerfrei.

  • Ein Grund mehr endlich die Befreiung von der Umsatzsteuer der Deutschen Post zu kippen.

    Es kann nicht sein, dass jeder kleine Handwerksbetrieb, Ebayhändler oder Friseur 19% Umsatzsteuer zahlen muss und der Skandal Dax-Konzern Deutsche Post zahlt nichts. Nur deshalb gibt es nach wie vor keine echte Konkurrenz zur Deutschen Post. Aber offenbar ist das politisch so gewollt.

    Es zumwinkelt doch an allen Ecken.

  • Konzernchef Frank Appel mag in der Lage sein, sein Gehalt und das seiner Kollegen in exorbitante Höhen zu treiben,
    nur eine zuverlässig arbeitende Postzustellung zu organiseren ist ihm nicht möglich. Man träumt langsam von
    den Zeiten, in denen der Postbriefbote zuverlässig wie ein
    Uhrwerk arbeitete. Heute warten wir hier in Blankenese
    manchmal 3 Tage auf abonnierte Zeitungen und Briefe.
    Beschwerden über Online eingereicht, werden nicht bearbeitet und wandern wohl gleich in Papierkorb.
    Eine solche Post wollte keiner haben. Die Privatisierung
    war für den normalen Postkunden ein einzigartiger Flop!
    Wolfgang Goltzsch
    22587 Hamburg

  • wenn man als Privatkunde zur Post geht,weil man einmal im Monat ein Paket verschickt oder einen größeren Brief,dann wird man unglaublich über den Löffel barbiert.
    Nur Großkunden oder regelmäßige Kunden bekommen richtige Auskünfte und faire Preise.Alle anderen werde abkassiert,dass es einem schlecht werden kann.

  • DEUTSCHE POST..HV 09.MAI 2012
    .............................
    auf der morgigen hv wird eine dividende von
    € o,70 / vorjahr € o,65 vorgeschlagen werden,
    die ohne steuerabzug gezahlt werden wird -
    ..........zahlung aus eigenmitteln.........
    ..
    mfg
    thomas oldendorp

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