Hoher Quartalsverlust
Alitalia geht in einem Jahr das Geld aus

Die ohnehin finanziell schwer angeschlagene italienische Fluggesellschaft Alitalia hat auch in den vergangenen drei Monaten zig Millionen Euro verbrannt. Das dürfte die beiden verbliebenen Kaufinteressenten nicht sehr erfreuen. Es wird sogar von Schließung geredet.

HB/kk MAILAND. Wie Alitalia am Dienstag mitteilte, fiel im ersten Quartal netto ein Verlust von 135 Mill. Euro an verzeichnet. Das war weniger als im entsprechenden Vorjahresquartal, als der Verlust bei 159 Mill. Euro lag. Die Barmittel reichten für weitere zwölf Monate, ergänzte das Unternehmen.

Die langfristige Fortführung des Geschäfts hänge von dem in Gang gebrachten Verkaufsprozess ab, erklärte die mehrheitlich im Staatsbesitz befindliche Fluggesellschaft. Über Pläne von Anteilseignern, das Unternehmen bei einem Scheitern des Verkaufs zu schließen, sei nichts bekannt. Das Finanzministerium habe Alitalia ungeachtet des geplanten Verkaufs gebeten, einen nachhaltigen Geschäftsplan für die nächsten drei Jahre zu erarbeiten.

Derzeit gibt es zwei Interessenten für die Fluggesellschaft: Die italienische Air One, die als klarer Favorit gilt, sowie die russische Aeroflot. Der Finanzinvestor TPG hatte sich Ende Mai aus dem Bieterverfahren zurückgezogen.

Der italienische Staat will sich bis Juli von seinen 49,9 Prozent an der angeschlagenen Fluglinie trennen. Damit muss der potenzielle Käufer auch ein Angebot für die restlichen Aktien vorlegen, die an der Börse notiert sind. Doch der Verkauf gestaltet sich äußerst schwierig. Zum einen hat die Regierung in Rom bereits zweimal die Regeln für das Bieterverfahren geändert. Zum anderen erschweren die Mitarbeiter von Alitalia mit Streiks den Verkauf der Gesellschaft, die im vergangenen Jahr 626 Mill. Euro Verlust eingeflogen hat.

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