Hornbach
Wenn kein Heimwerker in den Baumarkt geht

Das schwache Geschäft hierzulande und hohe Kosten für den Ausbau des Online-Handels machen Hornbach zu schaffen. Der Baumarktkette bricht der Gewinn weg. Dennoch setzt der Konzern weiter auf Digitalisierung.

FrankfurtDie europaweit tätige Baumarktkette Hornbach Holding bekommt das schwache Geschäft in ihren deutschen Filialen und hohe Kosten für den Ausbau des Internet-Handels zu spüren. In Deutschland verschmähten die Kunden bei ungewöhnlich warmem Temperaturen das Wintersortiment, wie Hornbach am Montag mitteilte. Darauf sei mit Rabattaktionen reagiert worden. Zum anderen habe der Ausbau des Online-Geschäfts die Ausgaben in die Höhe getrieben. Im dritten Quartal schrumpfte das Betriebsergebnis (Ebit) um 43 Prozent auf 21,3 Millionen Euro. Die Jahresprognose hatte Hornbach bereits Anfang Dezember gesenkt.

Für das Ende Februar ablaufende Geschäftsjahr 2015/2016 rechnet der Konzern jetzt damit, dass das Ebit den Vorjahreswert von 165,1 Millionen Euro um bis zu 15 Prozent unterschreiten könnte. Trotz der Kosten für die Digitalisierung hält das Unternehmen aus dem rheinland-pfälzischen Neustadt an der Weinstraße an seinen Plänen zum Ausbau des Internet-Handels fest. "Jetzt ist der Zeitpunkt zum Investieren, auch wenn ein Quartal einmal nicht so gut läuft", erklärte Konzernchef Albrecht Hornbach. Die Strategie werde sich langfristig auszahlen. "Das erfordert einen längeren Atem."

Das SDax -Unternehmen betreibt in neun europäischen Ländern 153 Bau- und Gartenmärkte, die in der ebenfalls börsennotierten Hornbach Baumarkt AG gebündelt sind. Im Ausland lief das Geschäft besser als in den 99 deutschen Filialen.

Die Aktien der Hornbach Holding rutschten 2,4 Prozent ab, die Papiere der Hornbach Baumarkt AG notierten 0,3 Prozent leichter.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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