Hotel- und Gastronomiekonzern
Mövenpick kehrt nach Kanada zurück

Der Schweizer Hotel- und Gastronomiekonzern Mövenpick will seine Restaurantmarke "Marché" ausbauen und kehrt deshalb auf den kanadischen Markt zurück. In Toronto hat das Unternehmen große Pläne.

FRANKFURT. Spartenchef Oliver Altherr, kündigte gegenüber dem Handelsblatt an, ab Herbst 2010 wieder mit mehreren Marché-Restaurants, Bistros und Bäckereien in Toronto, der größten Stadt Kanadas, präsent zu sein. Mittelfristig sind zehn neue Marché-Standorte in der Hauptstadt der kanadischen Provinz Ontario geplant. Die Marke "Marché" genießt im Großraum Toronto mit seinen rund fünf Mio. Einwohnnern immer noch ein hohes Ansehen. Dortige Gastronomie-Experten sehen deshalb vor Ort immer noch ein großes Gästepotenzial - auch weil die Restaurantkette weiter an ihrem marktfrischen Auftreten festhält.

Nachdem Marché in den 90er-Jahren noch rund zwanzig Restaurants in Kanada betrieben hatte, zogen sich die Schweizer 2004 nach dem Verkauf des Kanada-Geschäftes an einen Lizenznehmer zurück. Doch das Franchise-Konzept schlug fehl.

In den Folgejahren, konzentrierte sich Spartenchef Altherr auf den Um- und Aufbau des Europa- und Asiengeschäftes der insgesamt etwa 80 Restaurants der Kette. So verschwanden die grünen Marché-Schilder wegen der hohen Mieten aus deutschen Großstädten , um auf den Rastplätzen an heimischen Autobahnen wiederaufzutauchen. Seitdem belegen die Marché-Märkte bei den Testern der Automobilclubs in punkto Gastronomie-Angebot, Familienfreundlichkeit und Sauberkeit fast immer die besten Plätze.

Das Deutsche Institut für Service-Qualität (DISQ) kürte Marché 2008 zur besten Schnellrestaurantkette. "Hier ist das Ambiente attraktiv, das Produktangebot gut und die Bedienung zügig", hieß es zur Begründung.

So sorgt Marché inzwischen auch auf Raststätten in Osteuropa für Furore. Nach Asien hingegen exportieren die Schweizer ihr eidgenössisches Heimatidyll samt Heidiland und nachgebauter Almhütte. So zielt Marché-Chef Altherr mit seinem Engagement in Kanada nicht Richtung USA, sondern weiter gen Osten: Denn in Toronto lebt inzwischen die größte chinesische Gemeinde außerhalb des Reichs der Mitte. Mit dem Konzept "Schweiz pur" will Altherr hier den Gesamtumsatz von zuletzt rund 220 Mio. Euro weiter steigern.

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